Manche Männer können sich nicht daran erinnern, wo sie eben noch ihren Regenschirm gelassen haben oder ihre Frau. Ich dagegen kann nicht vergessen.
Theater Krefeld/Mönchnegladbach
Im London des 19. Jahrhunderts wird Joey Blueglass in ärmlichste Verhältnisse hineingeboren. Aber ihm blüht kein Schicksal in der Gosse: Joey ist blitzgescheit und kann sich nicht nur an alles erinnern – ER KANNNICHTS VERGESSEN! Doch die Prophezeiung der Mutter, ihr Spross könne mit dieser seltenen Fähigkeit gar eine Karriere als Schalterbeamter einschlagen, erfüllt sich nicht: Denn sein Onkel oder Vater, da kann man sich nicht wirklich sicher sein, verspielt beim Pokern gegen einen Foxterrier nicht nur sein gesamtes Geld, sondern auch das Kind.
Freunde der Kunst
Joeys neuer Ziehvater und selbsternannter Arbeitgeber John Rivers erkennt in dem Nicht-Vergessen-Können des Jungen eine lukrative Kapitalanlage – und bildet ihn von nun an im Gaunern und Betrügen aus. Wegen einer aus dem Ruder gelaufenen Wette lässt der Lehrmeister Joey jedoch im Stich, und der junge Blueglass muss sich allein durchschlagen: Er verdingt sich mit kleineren Prellereien, tritt in einem Kuriositätenkabinett auf – und findet in der hübschen Diebin Florence die Liebe seines Lebens. Doch ihre gemeinsame Zukunft wird von der Vergangenheit eingeholt.
Nach dem Roman Joey Blueglass von Chris Wilson
Cornelius Gebert begibt sich als Protagonist und Titelheld von BLUEGLASS auf eine Lebensreise, die ihn durch das London Charles Dickens’ führt: in die düstere Unterwelt der Diebe, in die höchsten Wonnen sinnlicher Begierde.


Im London des 19. Jahrhunderts wird Joey Blueglass in ärmlichste Verhältnisse hineingeboren; (c) siehe Bild

