Mit der Kammeroper Stallerhof startet das Tiroler Landestheater die Reihe "Opera Austria", in der ungewöhnliche Musiktheaterwerke aus der Feder österreichischer Komponisten auf die Bühne gebracht werden. Den Anfang macht der 1952 in Kärnten geborene Gerd Kühr.
Er absolvierte sein Kompositionsstudium am Mozarteum Salzburg und ist seit 1995 als Professor für Komposition und Musiktheorie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz tätig. 2012 erhielt er den Österreichischen Kunstpreis im Bereich Musik. Kührs musikalische Sprache ist die der leisen und subtilen Töne. Durch seinen ebenso fantasievollen wie sensiblen Umgang mit Klangfarben und spielerischen Techniken schafft er in seinen Opern die Grundlage für vielfältige und atmosphärisch packende Szenenbilder.
Thea
ter in Innsbruck
Sein internationaler Durchbruch als Komponist erfolgte durch die Uraufführung der Kammeroper Stallerhof bei der 1. Münchener Biennale im Jahr 1988. Das Auftragswerk für die Landeshauptstadt München basiert auf dem gleichnamigen, 1972 uraufgeführten Theaterstück des Münchener Schriftstellers Franz Xaver Kroetz.
Schauspiel in Innsbruck
Stallerhof erzählt vom Leben der vermeintlich zurückgebliebenen Bauerntochter Beppi, zeigt ihre durch die Respektlosigkeit seitens ihrer Eltern anerzogene Geistesschwäche, aber auch ihr Erwachen aus der Sprachlosigkeit und Unselbstständigkeit. Die Unfähigkeit der Figuren, miteinander zu kommunizieren, eröffnet Räume für eine eindringliche Musik, die zum Ausdrucksmedium für die Gefühlswelt wird.
MUSIKTHEATER
Musikalische LeitungHansjörg Sofka
RegieJohannes Reitmeier
Bühne & KostümeAnke Drewes
Tiroler Landestheater & Orchester GmbH Innsbruck
Rennweg 2 | A-6020 Innsbruck


2012 erhielt er den Österreichischen Kunstpreis im Bereich Musik. Kührs musikalische Sprache ist die der leisen und subtilen Töne (c) TLT/Hermann Posch


