Gesellschaft Freunde der Künste

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Wiederaufnahme am 2. Oktober 2011

Theater in Zürich: Wagners letztes Werk - Parsifal als Retter aus einer ausweglosen Situation

Parsifal, der fern der menschlichen Gesellschaft aufgewachsene «reine Tor», ist dazu ausersehen, dem an einer unheilbaren Wunde leidenden Gralskönig Amfortas und den mit ihm dahinsiechenden Gralsrittern Erlösung zu bringen. Einer von ihnen, der alte Gurnemanz, versucht den ungestümen Knaben zu bändigen. Der aber erkämpft sich störrisch selber seinen Weg. Er gerät in die Fänge des Zauberers Klingsor und der rätselhaften Kundry, die von Klingsor gezwungen wird, Parsifal zu verführen. Parsifal gelingt es, ihrem und Klingsors Bannkreis zu entkommen, doch haben ihn diese Begegnungen nachhaltig geprägt und seine Aufgabe erkennen lassen. Nach langem Umherirren findet er an einem Karfreitag zurück zu Amfortas und der Gralsgemeinschaft, die ihm das Amt des Gralskönigs übertragen.

Die übergrosse Sehnsucht, mit der alle Beteiligten in Wagners letztem Werk Parsifal als Retter aus einer ausweglosen Situation herbeisehnen, erinnert an die Rezeptionsgeschichte des Werkes selbst. Claus Guth und Christian Schmidt beschäftigt in ihrer szenischen Umsetzung die frappierende Parallelität zwischen der in Wagners Bühnen-weihfestspiel vorgeführten Sehnsucht nach einer Erlöserfigur und der Flut von «Parsifal»-Inszenierungen – nach Ablauf der Aufführungssperre durch Bayreuth – im Jahre 1914, das mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges und der sich daran anschliessenden Zeit der Orientierungslosigkeit und Sinnsuche die Problematik der Gemeinschaft der Gralsritter widerspiegelt und in der Einsetzung einer neuen Leitfigur ein zu hinterfragendes Ende nahm. Der Beginn der Handlung ist daher im Jahre 1914 angesiedelt, führt im 2. Aufzug in die Aufbaujahre nach dem Ersten Weltkrieg, um im letzten Aufzug dann die Geschehnisse, die zur sogenannten «Machtergreifung» führten, zu reflektieren.

Dirigent

Inszenierung

Bühnenbild

Kostüme

Choreinstudierung

Lichtgestaltung

Video-Design

Choreographie

Orchester

Chor

 

Yvonne Naef (Kundry), Eva Liebau (1. Blumenmädchen /1.), Teresa Sedlmair (2. Blumenmädchen/ 1.), Katharina Peetz (3. Blumenmädchen/ 1.), Sen Guo (1. Blumenmädchen/ 2.), Viktorija Stanelyté (2. Blumenmädchen/ 2.), Irène Friedli (3. Blumenmädchen/ 2.), Wiebke Lehmkuhl (Stimme aus der Höhe); Detlef Roth (Amfortas), Pavel Daniluk (Titurel), Matti Salminen (Gurnemanz), Stuart Skelton (Parsifal), Egils Silins (Klingsor), Michael Laurenz (1. Gralsritter), Andreas Hörl (2. Gralsritter); Sen Guo (1. Knappe), Katharina Peetz (2. Knappe); Andreas Winkler (3. Knappe), Boguslaw Bidzinski (4. Knappe)

Wiederaufnahme am 2. Oktober 2011

Weitere Vorstellung am 9. Oktober 2011

 

 

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