Ich bin verliebt in meine Stadt und bin stolz auf ihre Schwebebahn …
Immer fliegt mit Tausendgetöse das Bahnschiff durch die Lüfte über
das Wasser auf schweren Ringfüßen durch Elberfeld … Ich muss an alles
denken und stehe plötzlich wie hingehext vor meinem Elternhaus.
Else Lasker-Schüler
Theater in Wuppertal
Diese Stadt wollen wir erkunden, wir alle, mit staunenden Augen: der Regisseur, die SchauspielerInnen und unser Publikum. Wir begeben uns auf die Reise, geleitet von ExpertInnen und finden Wege vom „Arbeiterviertel einer Fabrikstadt im Wuppertale. Hintergrund bergiger Wald. Links im Tal fließt ein schmaler Wupperarm … bis zum Garten vor einer Villa.“ Wir sind in dem seltsam-schönen Traumstück der Lasker-Schüler, das gleichzeitig Arbeitermär, Saga einer Stadt und Ode an Wuppertal ist.
Reist man heute durch die Stadt, so fliegt man noch immer über sie. Man blickt auf die Stadt und in sie hinein. Man sieht und sinnt, hört und vernimmt das lange Schicksal des Flusses und seiner Stadt. Die Wupper nimmt uns auf die Reise in die Welten von Else Lasker-Schüler und sie führt uns von diesem zu jenem Orte in der Stadt: vom Ballraum zur Fabrik, von der Villa hinüber zum Friedhof, vom Zoo hinunter zum Fluss.
Freunde der Kunst
Unsere Reise ins Innere der Stadt imaginiert ein Stück, das vor der ersten Kriegskatastrophe 1909 entstanden ist. Es schwebt in einer träumerischen Poesie durch die versunkene Stadt und das vergangene Wuppertal.
Stephan Müller
28. (Premiere) März 2015


Reist man heute durch die Stadt, so fliegt man noch immer über sie; Foto von Else Lasker-Schüler: mit freundlicher Genehmigung der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft