Wissen Sie, wer oder was Hikikomori ist? Der Begriff kommt aus dem Japanischen, bezeichnet keine neue Sushi-Variation, sondern einen jungen Menschen, der den Ansprüchen des Erwachsenwerdens, dem Anpassungszwang und Erfolgsdruck entflieht, indem er sich in sein Zimmer für Monate oder Jahre zurückzieht.
Theater in Würzburg
Der Choreograph Thomas K. Kopp hat mit der Tänzerin Therese Thonfors und dem Tänzer Johannes Warnke das Stück „Hikikomori: Ich will nicht mehr!“ erarbeitet.
„Hikikomori“ heißt „sich einschließen, gesellschaftlicher Rückzug“. Das Phänomen „Hikikomori“ ist Grundlage des gleichnamigen Tanzstückes. Es beschäftigt sich mit dem totalen gesellschaftlichen Rückzug von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie schließen sich freiwillig in ihr Zimmer ein und reduzieren den Kontakt mit der Außenwelt auf ein Minimum. Es gibt Fälle, in denen Hikikomori sogar Jahrzehnte in dieser selbstgewählten Einsamkeit leben.
Freunde der Kunst
Thomas K. Kopp untersucht die Gründe der Selbstisolation, die ein wachsendes psychologisches Problem in der westlichen Welt ist. Zur Darstellung des aktuellen Themas hat er eine neue Raumlösung für den tanzSpeicher entwickelt, die den Zuschauern ungewöhnliche Blicke auf das Bühnengeschehen und intensive Theatererlebnisse ermöglichen: sie erfahren, was die Hikikomori mit der Zeit machen und was die Zeit mit ihnen macht.
am 19.07.2014
tanzspeicher@tanzspeicherwuerzburg.de


Wissen Sie, wer oder was Hikikomori ist? Der Begriff kommt aus dem Japanischen; (c) Theater "tanzSpeicher würzburg"
