E. T. A. Hoffmann bezeichnete dieses Werk als die „Oper aller Opern“. Sören Kierkegaard sah in diesem Opus die „Inkarnation der Genialität des Sinnlichen“. Philosophen, Musikologen und Theologen, Dramaturgen, Dichter und Denker – alle versuchten und versuchen voller Bewunderung dem Geheimnis von Mozarts „Don Giovanni“ auf die Spur zu kommen.
Und auch wenn also schon sehr viel Gehaltvolles über dieses Werk geschrieben und gedruckt wurde, so überrascht es einen doch bei jeder Begegnung im Theater immer wieder aufs Neue. Man genießt hier die Energie, die Zartheit, die Ernsthaftigkeit und den Humor dieser Musik, die so tief in die Seelen der Figuren auf der Bühne blicken lässt.
Theater in Würzburg
Man wird Zeuge, wie der Titelheld die Macht seiner erotischen Ausstrahlung ausspielt, und doch bei den Frauen – aus welchen Gründen auch immer – keinen Erfolg (mehr) hat. Es weht einen das Jenseits an, wenn der Freigeist Don Giovanni von einer höheren Macht in die Hölle geschickt wird. Und man ahnt, dass der Tod des Verführers eine Lücke in die Welt derer reißt, die er zurücklässt.
Freunde der Kunst
Anlässlich des Mozartfestes wird mit der Inszenierung des „Don Giovanni“ der Regisseur François De Carpentries sein Debüt in Würzburg geben. De Carpentries arbeitete bislang etwa bereits an den Theatern von Krefeld/Mönchengladbach, Nizza, Straßburg, Oslo, Brüssel und beim Rossini-Festival in Wildbad.
Oper in Würzburg


Sören Kierkegaard sah in diesem Opus die „Inkarnation der Genialität des Sinnlichen“; (c) Falk von Traubenberg



