Es gibt kaum einen berühmteren ersten Satz als den in Kafkas Romanfragment, mit dessen Veröffentlichung ein neues Zeitalter in der Literatur begann: „Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“
Theater in Wilhelmshaven
Nach dieser Verhaftung, bei der ihm ein Aufseher mitteilt, er dürfe dennoch auf freiem Fuß bleiben, irrt der Prokurist Josef K. durch das Labyrinth einer surrealen Bürokratie: Das Gericht ist ungreifbar, seine Kanzleien befinden sich auf finsteren Dachböden, wo ihn „Helferinnen“ in erotische Verwirrung stürzen, und ein obskurer Maler ihm erzählt, dass ein Freispruch unmöglich sei.
Freunde der Kunst
Sprachlich brillant und mit dem kalten Blick eines Insektenforschers berichtet Kafka, wie sich sein Protagonist immer tiefer in seinen Prozess verstrickt, bis es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. DER PROZESS berührt die menschliche Urangst, aus der Welt zu fallen.
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Sprachlich brillant und mit dem kalten Blick eines Insektenforschers ; (c) Volker Beinhorn

