Kazimierz und Elsa sind losgefahren. Um sich zu begegnen. Wahrscheinlich werden sie sich nicht treffen. Eingeholt werden sie nur von der Vergangenheit. Obwohl sie das vielleicht nicht wollten. Einer Vergangenheit, die jeder mitverschuldet hat und für die doch keiner etwas kann. Es geht zurück auf eine Reise zu den Schüssen am 3. September 1939 in der polnischen Stadt Bydgoszcz. Ein Sonntag, der seinem Namen alle Ehre machte. Die Sonne strahlte ungetrübt vom Morgen an. Der Krieg war schon zwei Tage alt, und am Tag zuvor waren die ersten Bomben in der Nähe des Bahngeländes niedergegangen …
Der Höhepunkt der dreijährigen Kooperation mit dem Teatr Polski Bydgoszcz wird in dieser Spielzeit in Form eines gemeinsamen Theaterstücks zum sogenannten „Bromberger Blutsonntag“ über die Bühne gehen. Die deutsche Autorin Katharina Gericke, die für die Landesbühne schon einige Auftragswerke wie z.B. Buckliges Mädchen verfasste, hat gemeinsam mit dem polnischen Dramatiker Artur Palyga eine theatrale Annäherung an dieses wichtige und dunkle Kapitel der deutsch-polnischen Vergangenheit entwickelt.
Zwei Theater. Zwei Autoren. Zwei Sprachen. Zwei Sichtweisen.
Eine Geschichte.
Regie:Grazyna Kania
Bühne & Kostüme:Stephan Testi
Dramaturgie:Annabelle Schäll
Übersetzung:Iwona Nowacka (Mitarbeit: Grazyna Kania und Annabelle Schäll)
Regieassistenz: Clemens Wolff
mit:Julia Blechinger / Kathrin Ost / Roland Nowak / Piotr Stramowski / Iwona Nowacka
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