Von einer bösen Vorahnung wird Romeos Herz bewegt, als er sich entschließt, das Fest der verfeindeten Capulets zu besuchen – die Vorahnung eines Verhängnisses, das ‚noch verborgen in den Sternen heut Nacht den furchtbaren Zeitlauf beginnen wird‘. Einen frühen Tod ahnt er für sich voraus, und tatsächlich überstürzen sich von diesem Moment an die dramatischen Ereignisse, an deren Ende eine Reihe von jungen Menschen einen sinnlosen Tod gestorben ist.
Die tragisch endende Geschichte von Romeo und Julia hat, seit William Shakespeare seine gleichnamige Tragödie verfasste, in ihren verschiedenen Fassungen immer wieder die Zuschauer bis ins Innerste berührt. Die beiden Protagonisten wurden schnell zum berühmtesten Liebespaar der Welt stilisiert.
Erstaunlicherweise hat es lange gedauert, bis das Drama um zwei junge Menschen, die ihre Liebe nicht leben können und durch den Hass ihrer Umgebung zerstört werden, seinen Weg auf die Tanzbühne fand. Erst 1938 wurde das Ballett ‚Romeo und Julia‘ in der kongenialen musikalischen Umsetzung von Sergej Prokofjew uraufgeführt und gehört damit zu den moderneren Werken der Ballettliteratur. Heute zählt das Stück zu den Klassikern des Repertoires und ist von internationalen Ballettspielplänen nicht mehr wegzudenken.
In seiner Interpretation hinterfragt Stephan Thoss die Zwangsläufigkeit im Ablauf der Katastrophe. Was bringt zwei junge Menschen wie Romeo und Julia dazu, so konsequent und zielgerichtet den Weg in den Tod zu gehen? Welche Vorstellungen von der Liebe haben sie, und wie sind diese Bilder in ihren Köpfen entstanden? Hätte es Möglichkeiten zu einer anderen Entwicklung gegeben? Und warum kann Liebe, wenn sie stärker ist als der Tod, nicht stark genug sein, um glücklich zu machen?
Musik von Sergej Prokofjew und Michael Nyman
Premiere am 25. Februar. 2012
Sonntag, den 04.03.2012, 16.00 Uhr
Großes Haus
Donnerstag, den 08.03.2012, 19.30 Uhr
Samstag, den 24.03.2012, 19.30 UhrSamstag, den 07.04.2012, 19.30 Uhr
Freitag, den 13.04.2012, 19.30 Uhr
Dienstag, den 24.04.2012, 19.30 Uhr
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