Es lässt sich nicht mehr leugnen: sein Vater wird dement. Doch der namenlose Sohn hat auch ohne seinen Vater schon genug Probleme. Von Frau und Kindern ist er getrennt, jetzt hat er den Job verloren. Es bleibt erst einmal nur eine Lösung: Er nimmt den Vater zu sich. Und er leidet.
Leidet unter dem Fluch der Zeugung, die ihm diesen Vater jetzt aufbürdet. Die ihn zwingt, sich unterzuordnen, die seine Freiheit beeinträchtigt. Wie soll er weiterleben mit dieser Last, seinem Vater?
Kann es sein, dass unsere Gesellschaft den Egoismus so sehr liebt, dass sie irgendwann nur noch emotionale Krüppel hervorbringt? Natürlich können wir uns scheiden lassen, als Nomaden leben, uns von niemandem abhängig machen.
Nur unsere Eltern werden wir niemals los. Und wenn sie unsere Hilfe benötigen, wenn das Verantwortungsverhältnis von Eltern und Kindern sich umkehrt, dann zeigt sich, ob wir fähig sind, etwas zurück zu geben.
MIT Aglaja Stadelmann; Jörg-Heinrich Benthien, Karl Heinz Glaser, Fabian Gröver, Raphael Westermeier INSZENIERUNG Fanny Brunner RAUM & KOSTÜME Britta Lammers
Stück von Nis-Momme Stockmann
Soiree: 13.03.2012, 19.30 Uhr, Podium.bar
Premiere: 17.03.2012, 19.30 Uhr, Podium
Termine bis 30.3.2012
Susanne Lemke
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Theater Ulm
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