»Ich brauche keine Zaren, Zarinnen, Volksaufstände, Schlachten, Märsche … ich suche ein intimes, aber starkes Drama, das auf den Konflikten beruht, die ich selber erfahren oder gesehen habe, die mich im Innersten berühren können.«
Theater in Stuttgart
Solch intime Dramen fand Tschaikowsky in Puschkins VersromanEugen Onegin (1833). Seine 1879 uraufgeführte und bis heute populärste Oper zeigt die Ausbruchsversuche von vier jungen Menschen aus einer überalterten Welt. Ausgangspunkt seiner Bearbeitung ist die berühmte Briefszene der Tatjana, die in ihrer Identifikation mit den Heldinnen der Briefromane zugleich alle Spielregeln des Genres über den Haufen wirft, indem sie als Frau einem Mann ihre Liebe erklärt.
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Ich brauche keine Zaren, Zarinnen, Volksaufstände, Schlachten, Märsche; Pjotr I. Tschaikowski (c) Wikipedia/Nikolai Kuznetsov