Hoffmann hat drei Lieben – die Frauen, die Kunst und den Alkohol – die ihn quälen und an denen er sich abarbeitet. In fantastischer Manier fabuliert er über wirkliche und imaginierte Angebetete, Widersacher und weitere dubiose Gestalten.
Theater in Saarbrücken
In einer Kurzschlussdramaturgie schlagen nervenkitzelnde Bilder von Grauen in Komik um; kaleidoskopartig greifen Realität und Fiktion, Traum und Wirklichkeit, Ekstase und Ernüchterung ineinander; die Musik changiert zwischen operettenhaft ironischen und opernhaft klangrauschenden Passagen.
Freunde der Kunst
Offenbach, der unbestrittene König des Pariser Unterhaltungstheaters, frönte dem hemmungslosen Pläsier, aber immer mit doppeltem Boden. Die Vermischung von Schein und Sein hob unmissverständlich die Doppelmoral des aufkommenden Bürgertums auf die Bühne und hielt dem zeitgenössischen Publikum den Spiegel vor. Seine einzige Oper ist ein Erfolgsprodukt und doch ein Phantom. Sie existiert nicht. Es existieren nur Fassungen. Und so entwickelt das SST eine Version, die dem Aufführungsort entspricht: eine zirzensische Fassung für ein Zelt.
drama@theater-saarbruecken.de


Hoffmann hat drei Lieben – die Frauen, die Kunst und den Alkohol; (c) Thomas M. Jauk

