Für sein zweites narratives Werk in dieser Spielzeit greift Stijn Celis wieder zu einem großen Stoff der Weltliteratur: »Bernarda Albas Haus«. Diese Tragödie ist das populärste Werk des Spaniers Federico García Lorca (1898–1936), das er nur wenige Monate vor seinem Tod fertigstellte. Es thematisiert die Rolle der Frau in Spanien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Es ist eine Welt des Kleingeists und der Enge, in der die Witwe Bernarda Alba herrscht. Vor allem regiert sie über ihre fünf Töchter. Doch weil in Bernarda Albas Haus nicht offen gesprochen wird – und schon gar nicht über die Liebe –, ist eine Katastrophe unausweichlich, als das Verhältnis ihrer jüngsten Tochter zum Beau des Dorfes auffliegt.
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Zumal dieser doch mit Bernarda Albas ältester Tochter verlobt ist … Stijn Celis wird in seiner Choreografie einen genauen Blick auf die Schicksalhaftigkeit der literarischen Vorlage werfen und sich mit der Aktualität der tragischen Geschichte auseinandersetzen.


Es ist eine Welt des Kleingeists und der Enge, in der die Witwe Bernarda Alba herrscht; Bilder: (c) Bettina Stöß