Eine einzige Sommernacht wirbelt alle Gefühle durcheinander: Paare trennen und verlieben sich neu. Jeder jagt seinem Glück und seiner erotischen Erfüllung hinterher. Auf der Grundlage von Shakespeares »Sommernachtstraum« entfaltet der englische Komponist Henry Purcell ein Spiel von Menschen, Geistern und Göttern, einen Reigen von Liebe, Eifersucht und Zufall, ein Panorama menschlicher Gefühle und Leidenschaften.
Theater in Regendburg
Im Zentrum der Gefühlsverwirrungen steht das zerstrittene Elfenpaar Oberon und Titania. Vielfältige allegorische Figuren lassen musikalisch eine sinnlich-erotische Atmosphäre der mittsommernächtlichen Liebesverwirrung aufkommen, deren Höhepunkt die Verliebtheit der Elfenkönigin Titania in den Weber Zettel bildet, dem durch einen Zauber ein Eselskopf gewachsen ist. In der allgemeinen Enthemmung fallen die Masken, erst bei Tageslicht können sich die echten Paare wieder erkennen und es scheint, als wären die Erlebnisse der Nacht nichts weiter als ein Traum gewesen.
Freunde der Kunst
Der »Orpheus Britannicus«, wie man Purcell auch nannte, war, wenn man von dem großen Pan-Europäer Händel absieht, einer der wenigen wirklich bedeutenden Opernkomponisten Englands. Er suchte in seinen Werken alle musikalischen Strömungen seiner Zeit zu vereinen: kontrapunktreiche englische Consortmusik, volksnahe Balladen, Elemente der französischen Chöre und Instrumentaltänze sowie italienischen Belcanto. Henry Purcell schuf mit seiner »Fairy Queen« ein Werk, das keinem Genre eindeutig zuzuordnen ist. Das Werk ist Oper, Schauspiel und Spektakel zugleich – ein barockes Fest voller Poesie und Witz.
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Jeder jagt seinem Glück und seiner erotischen Erfüllung hinterher; (c) Martin Sigmund

