Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Johann Wolfgang Goethe

Theater in Potsdam: Urfaust - innere Leere, Unzufriedenheit, Ziellosigkeit lähmen Doktor Faust

Innere Leere, Unzufriedenheit, Ziellosigkeit lähmen Doktor Faust. Weder als Arzt noch als Forscher oder Philosoph, weder durch die Lektüre der alten Schriften noch durch Experimente am Menschen, weder durch Religion noch durch Magie kann er es erjagen: »Was die Welt im Innersten zusammenhält«.

Hin- und hergerissen zwischen Anmaßung und Selbstüberschätzung auf der einen, Zweifel und Lebensangst auf der anderen Seite, verfällt Faust dem verlockenden Versprechen des Mephistopheles, seine Sehnsucht in der Welt zu stillen. Mephistopheles führt ihn hinaus in die Bürgerwelt – und in die Kammer der Kindfrau Margarete. Sie wird zum Objekt von Fausts Begierde, ihre Liebe verheißt ihm die Rückkehr in die Aufbruchzeit seiner Jugend.

Theater in Potsdam

Mit tatkräftiger Unterstützung des Mephistopheles verführt er das gläubig-unschuldige Mädchen. Doch die Verantwortung für ihre Liebe scheut er. Wieder wagt er das Experiment mit dem menschlichen Leben, ein Experiment, das geradewegs in die Katastrophe führt. Denn Margarete erwartet ein Kind von Faust, und damit droht ihr der soziale Tod …

Freunde der Kunst

Der »Urfaust« ist die erste von Goethes Bühnenfassungen der volkstümlichen Legende vom »Doctor Faustus« und dessen Teufelspakt. Inspiriert von dem realen Fall der Frankfurter Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt, rückte Goethe die Gretchentragödie ins Zentrum seines Dramas, das er ab 1772 in kraftvoller, leidenschaftlicher Prosa niederschrieb. Durch die Radikalität, mit der die Geschichte in die Seelenlandschaften zweier verzweifelter Existenzen abtaucht, wurde der »Urfaust« zum Ursprung des wohl bekanntesten deutschen Theaterstücks.


presse@hansottotheater.de