1806. Preußen unter seinem König Friedrich Wilhelm III. sieht sich von Napoleons Truppen bedroht. Schach von Wuthenow, Rittmeister beim Berliner Eliteregiment Gensdarmes, ist in jenen Tagen ein gerngesehener Gast im Salon der Damen von Carayon. Josephine von Carayon gilt unter den Offizieren als Partie – die verwitwete Frau aus französischem Adel verfügt über Schönheit, Geld und Stil.
Schach und Josephine sind einander auch durchaus zugetan. Doch Josephines heranwachsende Tochter Victoire ist mit dem schreckenerregenden Makel eines pockennarbigen Gesichtes behaftet, und das wirft einen Schatten auf das Verhältnis. Nichtsdestoweniger übt das Mädchen, das aus eigener Leiderfahrung alles oberflächlich Glatte zu durchschauen und die inneren Wirklichkeiten darunter zu erfassen sucht, eine unbeschreibliche Anziehungskraft, ja, einen sinnlichen Zauber auf Schach aus.
Eines Tages im Mai, in einem Moment von Schwachheit und Nähe, zeugt Schach mit Victoire ein Kind. Nun muß Schach sich bekennen, vor Victoire, vor Josephine, vor seinen Regimentskameraden und vor der ganzen Gesellschaft von Berlin.
Schach, der doch bestimmt schien, »der Halbgott eines prinzlichen Hofes« zu sein, kämpft, leidet, flieht, doch er bekennt sich – und gibt sich anschließend selber den Tod. Wenige Tage später rückt die Armee nach Jena und Auerstedt ab.
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