Nein, wie eine Prinzessin wirkt Lilly tatsächlich nicht: Vorlaut, völlig verwildert, ständig auf der Suche nach Abenteuern.
Theater in Potsdam
Nicht ganz die sanftmütige Vorzeigeprinzessin, wie sie sich ihr Kindermädchen Albertine gewünscht hat. Zu allem Überfluss hat Lilly auch noch eine ausgeprägte Vorliebe fürs Fechten! Der Vater hat es ausdrücklich verboten, trotzdem macht sich Lilly, begleitet von der treuen Albertine, auf den Weg zu den großen Schwertkampf-Meisterschaften. Es kommt, wie es kommen muss: Unterwegs werden sie von Räubern überfallen. Zwar ficht Lilly sie alle nieder, aber flüchten muss sie doch und erreicht mit Albertine gerade noch so das nächstgelegene Schloss. Dort ist Prinz Lucas soeben auf Prinzessinnen-Schau. Doch Dornröschen gähnt ihm zu viel, und das Aschenputtel findet er albern, weil es immer seinen Schuh verliert. Eigentlich wünscht er sich eine Prinzessin auf Augenhöhe, die das Herz am rechten Fleck und einen eigenen Kopf zum Denken hat und mit der man auch mal über das Schwertkämpfen reden kann.
Freunde der Kunst
Da erscheint Lilly genau zum richtigen Zeitpunkt, doch bevor es zu einem glücklichen Ende kommen kann, sind viele Hindernisse zu Überwinden, darunter der wirklich schreckliche Sekretär des Königs. Vielleicht könnte der Zauberer Theobald helfen, doch leider sind dem ausgerechnet jetzt wegen akuten Schnupfens die Zauberkräfte erlahmt …


Da erscheint Lilly genau zum richtigen Zeitpunkt, doch bevor es zu einem glücklichen Ende kommen kann, sind viele Hindernisse zu Überwinden; Foto: Göran Gnaudschun

