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mit Live-Musik von Richard Bean

Theater in Münster: EIN MANN, ZWEI CHEFS - mit viel Charme, bitterbösem britischen Humor und betörendem Spaß

„Vorhang auf“ heißt es am kommenden Samstag, 2. November um 19.30 Uhr im Großen Haus des Theaters Münster für die Deutschsprachige Erstaufführung „Ein Mann, zwei Chefs“. Mit viel Charme, bitterbösem britischen Humor und betörendem Spaß an bedingungsloser Komik hat sich der englische Dramatiker Richard Bean der Komödie „Ein Diener zweier Herren“ des italienischen Dichters Carlo Goldoni angenommen und eine großartige Neubearbeitung des Klassikers vorgelegt.

Ein besonderes Highlight ist die für das Stück eigens komponierte Skiffle-Musik, die mit Gitarre, Waschbrett und Gesang für gute Laune und unvergessliche Ohrwürmer sorgt. In London läuft das turbulente Stück als Dauerbrenner seit der Uraufführung 2011 stets vor ausverkauftem Haus!

Theater in Münster

Richard Bean verlagert seine Bearbeitung von Goldonis „Ein Diener zweier Herren“ ins englische Ganovenmilieu der sechziger Jahre:Als Roscoe Crabbe, der für Tochter Pauline vorgesehene Ehemann, erschossen aufgefunden wird, muss Charly Clench kurzfristig umdisponieren und den Möchtegernschauspieler Alan als Schwiegersohn akzeptieren. Doch mitten auf der Verlobungsparty taucht plötzlich der tot geglaubte Roscoe auf und mit ihm alle vereinbarten Geldgeschäfte. Was Charly nicht weiß: Roscoe ist eigentlich Rachel, die verkleidete Zwillingsschwester des Toten, die auf der Suche nach Stanley, ihrem Lover ist. Dieser wird verdächtigt, Roscoe getötet zu haben und befindet sich deshalb auf der Flucht – inkognito versteht sich.

Eine verzwickte Situation. Gut, dass es Francis, Rachels verfressenen Leibwächter, gibt. Er lässt sich aus lauter Gier von einem zweiten Chef engagieren, der zufällig der verkappte Stanley ist. Verwechslungen, Missverständnisse, viele schlagende Türen und eine turbulente Kellnernummer bringen Francis zwar an den Rand des Nervenzusammenbruchs und ans Ende seiner Karriere, verhelfen dem Stück aber zum Happy End. Wie erholsam zu sehen, dass es in diesem Plot die kleinen menschlichen Schwächen sind, die die Welt wieder ins rechte Lot bringen.

Freunde der Kunst

Für die Deutschsprachige Erstaufführung hat sich Komödienspezialist Christian Brey des Stücks angenommen und in einem irrwitzig rotierenden Bühnenbild (Entwurf: Anette Hachmann) eine turbulente Slapstick-Komödie inszeniert. Brey absolvierte ein

Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart und war von 1997 bis 2011 Mitglied des Schauspielensembles am Staatstheater Stuttgart. Seine ersten Inszenierungen dort führten ihn mit Harald Schmidt zusammen, so entstanden „Elvis lebt. Und Schmidt kann es beweisen“ und „Der Prinz von Dänemark. Ein Hamlet-Musical“. Außerdem inszenierte Brey an der Deutschen Oper am Rhein, am Theater Chemnitz und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.

Tuerk@stadt-muenster.de

 

Karten für die Premiere sind an der Theaterkasse (Tel.: 0251/ 5909-100) erhältlich.