Gesellschaft Freunde der Künste

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Louis-Ferdinand Céline

Theater in München: Reise ans Ende der Nacht - schlug in der literarischen Welt der 30er wie eine Bombe ein

Kopflos wie eine ganze Generation läuft Ferdinand Bardamu in den Ersten Weltkrieg, wird verwundet und landet in einer psychiatrischen Anstalt, flüchtet nach Afrika in die Kolonien, flüchtet, kommt als Gefangener auf einer Galeere bis Amerika, flüchtet, irrt einsam und pleite durch die Kinos New Yorks, schuftet in Detroit am  Fließband bei Ford, flüchtet zurück nach Paris, wo er Armenarzt in der Vorstadt wird.

Theater in München

Er trifft Soldaten, Huren, Kinder und Irre, monströse Familien und einsame Reisende wie er selbst - und immer wieder begegnet ihm Robinson, sein Doppelgänger, seine Kopfwunde, seine menschgewordene Angst, sein Wahn.

Freunde der Kunst

Frank Castorf beschäftigt sich nach "Nord" aus Célines Deutschland-Trilogie nun zum zweiten Mal mit diesem polarisierenden Autor und interessiert sich besonders für dessen anarchischen Pazifismus. "Reise ans Ende der Nacht" ist der Debütroman Célines, der in der literarischen Welt der 30er einschlug wie eine Bombe, ein furioser Abgesang auf das Gute im Menschen, dabei voller Zärtlichkeit und Schönheit, Gewalt und Verzweiflung, wild funkelnder Sprache und dem Schmutz der Straße.

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