Die verheiratete Anna Karenina trifft auf den jungen Offizier Wronski. Sofort fühlt sie sich zu ihm hingezogen, und schon bald entwickelt sich zwischen den beiden eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die weder Anna noch Wronski zu verheimlichen suchen. Als Annas Mann, stets um den äußerlichen Schein bemüht, ihr nach dem Ehebruch die Scheidung verweigert, spitzt sich die Lage zu. Gegen Annas verzweifelte Zuneigung findet sich Wronski mit der Aussichtlosigkeit ihrer Beziehung ab. Von Wronksi alleingelassen und der Gesellschaft geächtet, weiß Anna keinen Ausweg mehr.
Pressestimmen
In der Bühnenadaption am Münchner Volkstheater ist der Akzent klug verschoben: Weg von der tendenziell altmodischen Tragödie einer Ehebrecherin, hin zum Dilemma eines modernen Individuums, dass sich frei für sein Glück entscheiden will und dabei sein Unglück verschuldet. (...) Trotz dieser bitteren Erkenntnis ist diese rundum geglückte Theaterarbeit nie zynisch, sondern geprägt von großer Menschlichkeit, auch von leiser Komik. Und: getragen von einem hinreißend zusammenspielenden Ensemble.
(Deutschlandradio Kultur, Christoph Leibold)
Zusammen mit Oliver Helf (Bühne &Kostüme) ist es dem jungen Regisseur gelungen, mit vergleichsweise sparsamen Mitteln dichte Bilder zu finden. (...) Nach drei Stunden und 15 Minuten gab es lang anhaltenden Applaus für die Inszenierung und das spielfreudige junge Ensemble.
(Dapd Feature, Petr Jerabek)
Die Schauspieler mühen sich redlich und erfolgreich Figuren zu zeichnen, die dem Bild, das wir uns von Figuren des 19.Jahrhunderts machen, nahe kommen. Herausragend etwa Stefan Ruppe, der den tapsig-provinziellen Gutsbesitzer Lewin ganz subtil mitmelancholischer Komik ausstattet. Und vor allem Barbara Romaner in der Titelrolle, läuft zur Hochform auf, wenn sie Anna auch in den Phasen des Leids eine Art inneres Leuchten verleiht, in dem die ganze Größe und Würde dieser tragischen Figur völlig unpathetisch sichtbar wird.
(Landshuter Zeitung, Alexander Altmann)
Kontakt
Münchner Volkstheater GmbH
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