Wie klingt ein Chor, die in sich ruhende Masse oder die vielgestaltige Menge, im Zeitalter der Digitalisierung?
Kafkas Erzählung Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse bildet den Ausgangspunkt für ein experimentelles Musiktheater, in dem sich immer wieder die Stimmen der Vielen gegen die der Einzelnen erheben. Es ist eine Suche nach Begegnungen und Widerstreit in einer immer unübersichtlicher werdenden Vielfalt von Welten. Längst bestimmen darin Medientechnologien und nicht mehr
die Menschen selbst die Regeln von Dialog, Wissen, Aneignung und Austausch.
Josefine (UA) vervielfältigt Töne, erzeugt elektro-akustische Klangabfolgen und versammelt einen 60-köpfigen Laienchor, 16 Mitglieder der Niederrheinischen Sinfoniker und vier Solisten des Musiktheaterensembles auf der Bühne, die selbst schon den Blick des Zuschauers zu verändern sucht.
In der Uraufführung sind die musikalischen Versatzstücke Impulsgeber für immer wieder neue szenische Ereignisse, Videosequenzen und außermusikalischen Handlungen: Josefine klingt jeden Abend anders.
Musikalische Leitung: Lennart Dohms
Inszenierung: Christian Grammel
Bühne und Video: Agnes Fabich
Kostüme: Charlotte Pistorius
Dramaturgie: Fanti Baum
Projektdramaturg (fexm): Thomas Witzmann
Produktionsleitung: Oliver Spatz
Mit: Gabriela Kuhn, Susanne Seefing; Andrew Nolen, Michael Siemon; Projektchor Josefine; Mitglieder der Niederrheinischen Sinfoniker
Weitere Termine: 28.10.; 1.11.2012 Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr.
Ihre Kartenwünsche richten Sie bitte an Wolf-Guido Grasenick, Mitarbeiter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 02151/805-161, Fax. 02151/805-137, wolf-guido.grasenick@theater-kr-mg.de.
Saskia Fetten
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Fotos (c) Matthias Stutte

