Nachdem der protestantische Pfarrer Stiffelio Zuflucht vor Verfolgung im Schloss des Grafen von Stankar gefunden hatte, heiratete er dessen Tochter Lina und wurde zum angesehenen Oberhaupt einer pietistischen Gemeinde. Als er von Reisen zurückkehrt, entdeckt er nach und nach, dass Lina ihn mit dem Edelmann Raffaele betrogen hat.
Theater in Mannheim
Die Oper schildert den inneren Kampf des Geistlichen zwischen dem unbeherrschbaren Gefühl von Eifersucht und verletzter Ehre auf der einen und dem Anspruch christlicher Vergebung auf der anderen Seite. Den tödlichen Ausgang des Dramas verursacht allerdings Stiffelios Schwiegervater im Kampf um das Ansehen seiner Familie.
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MitStiffelio schuf Verdi sein vielleicht ungewöhnlichstes Werk: ein bürgerliches Trauerspiel um den Ehebruch einer Pfarrersgattin. Doch ein verheirateter Geistlicher, Ehebruch im geistlichen Milieu und eine Scheidungsszene waren 1850 in Italien für die Zensur auf der Bühne untragbar und führten zu erzwungenen Eingriffen. Der mangelnde Bühnenerfolg des anstößigen Sujets veranlasste Verdi später, das Stück, das er »nicht vergessen« wissen wollte, zurückzuziehen und es in ein mittelalterliches Ritterdrama umzuwandeln. Das ursprüngliche Werk indessen weist bereits auf die gesellschaftliche Brisanz von La Traviata voraus.
Premiere Stiffelio am 29. März im Opernhaus


Mit Stiffelio schuf Verdi sein vielleicht ungewöhnlichstes Werk: ein bürgerliches Trauerspiel um den Ehebruch einer Pfarrersgattin; (c) Hans Jörg Michel

