Das Verhältnis zwischen dem Infanten Don Karlos und seinem Vater König Philipp II von Spanien ist angespannt. Nach dem Tod seiner ersten Frau hatte Philipp Elisabeth von Valois geheiratet, obwohl diese bereits mit Karlos verlobt war. Als Karlos ihr in einem von seinem besten Freund, dem Marquis von Posa, arrangierten Treffen seine nicht enden wollende Liebe offenbart, wird er zurückgewiesen.
Er beschließt dem Rat Posas zu folgen, der sich aus Flandern nach Spanien zurückgekehrt für den flämischen Freiheitskampf stark machen will. Doch Philipp vertraut seinem Sohn nicht mehr und schickt statt Karlos den militanten Herzog Alba nach Flandern, um das Kommando der Truppen zu übernehmen. Posa inszeniert daraufhin eine aufwändige Intrige, die der Idee der Freiheit zum Sieg verhelfen soll. Doch stattdessen kostet sie ihn und Karlos das Leben.
Schiller schildert eine Zeit, die vor gesellschaftlichen Veränderungen steht. Doch der Wandel scheitert sowohl an den Selbsterhaltungsstrategien der Mächtigen als auch an der Unzulänglichkeit derer, die neue Ideen mit alten Mitteln durchsetzen wollen.
Don Karlos zeigt wie kein zweites von Schillers Dramen seine persönliche Einstellung zu den Pflichten des Staates und der Würde und der Freiheit des Menschen.
Der österreichische Regisseur Georg Schmiedleitner hat am Nationaltheater bereits Maria Stuart, Faust, Die Jungfrau von Orleans und zuletzt Peer Gynt inszeniert.
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