Emmi und Leo sind wieder da! Nach dem Erfolg von Gut gegen Nordwind ist Daniel Glattauer mit Alle sieben Wellen in die zweite Runde gegangen und hat den beiden sich bisher nur virtuell Liebenden eine Fortsetzung ihrer Geschichte gegönnt, und zwar deshalb, weil seine zahllosen LeserInnen das unerwartete Ende dieser Internet-Beziehung, das einem Schlag in die Magengrube gleichkam, einfach nicht akzeptieren wollten und süchtig nach Glattauers virtuosem E-Mail-Stakkato geworden waren! Und auch die Bühnenadaption hat nicht lange auf sich warten lassen. Die Geschichte einer Liebe zwischen einem Mann und einer Frau, die in zufälligen E-Mail-Kontakt geraten und dann von dem, was der jeweils andere schreibt, so eingenommen sind, dass sie voneinander nicht mehr lassen können (und das, ohne sich je zu begegnen), konnte und durfte nicht einfach so enden. Kommt es nach Emmis und Leos E-Mail-Trennung zu einer Wiederaufnahme ihrer Beziehung? Im Netz? Im wirklichen Leben?
Ein knappes Jahr nach dem furiosen Finale von Gut gegen Nordwind kehrt Leo aus Boston zurück, wohin er quasi geflohen war. Emmi hat in der Zwischenzeit immer wieder versucht, ihn zu kontaktieren, doch zu mehr als einem „Dialog“ mit den automatisch generierten Antwortmails des Systemadministrators war es nicht gekommen. Aber plötzlich ist Leo wieder da – und antwortet. Und obwohl sie es beide eigentlich nicht möchten (oder doch?), obwohl jeder in der Zwischenzeit sein Leben ohne den anderen einzurichten versucht hat (Leo hat sogar eine Freundin, allerdings in Boston ...), sind sie sich so schnell wieder so nah, dass aus „Ich“ und „Du“ ein „Wir“ wird. Schon wieder. Und diesmal kommt es zur Begegnung. Doch das erste Treffen ist befremdend, beim zweiten kommt es zur folgenschweren „Handinnenflächenpunktberührung“, und beim dritten landen sie in einer Nacht- und Nebelaktion gemeinsam im Bett. Emmi setzt einen Schlussstrich unter Ehe und Affäre, doch damit ist noch lange nicht das Ende ihrer Geschichte mit Leo Leike erreicht …
Alle sieben Wellen, die Fortsetzung der Erfolgsproduktion Gut gegen Nordwind, ist ein ewiges Hin und Her, das Kommen und Gehen einer verbotenen Liebe, denn Emmi ist noch immer verheiratet, und Leo hat inzwischen eine Frau getroffen, die er heiraten will. Sechs Wellen schwappen ans Ufer, doch die siebte ist für eine Überraschung gut. „Du lebst dein Leben. Ich lebe mein Leben. Und den Rest leben wir gemeinsam.“
Harald Brückner (Regie)
im hessischen Lich geboren (1972), wuchs in Gießen auf. Studium der Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft und Linguistik in Gießen, Freiburg und München. Regie- und Dramaturgiehospitanz bei norway.today von Igor Bauersima; Regie: Friederike Heller, Dramaturgie: Beret Evensen; Münchner Kammerspiele. Nach verschiedenen Regie- und Dramaturgiehospitanzen bzw. –assistenzen kam Harald Brückner 2002 ans Wiener Burgtheater wo er u. a. bei Falk Richter, Peter Zadek, Nicolas Stemann, René Pollesch bis 2007 als Assistent arbeitete.
Bisherige Regiearbeiten: Der nackte Wahnsinn, Michael Frayn im Musenkeller Gießen; Unten, nach der gleichnamigen Erzählung von Leonora Carrington im Theaterdiscounter Berlin; Schwimmen wie Hunde, Reto Finger (ÖE) in der Kasino-Bar, Burgtheater Wien; Fluchtburg, Gerhard Meister (UA) im Vestibül, Burgtheater Wien; Die Strudlhofstiege, Folge 12, nach Heimito v. Doderer im Schauspielhaus Wien. Im vergangenen Jahr inszenierte Brückner Daniel Glattauers E-Mail-Roman Gut gegen Nordwind im Linzer Eisenhand.
Bernhard Fleischmann (Musik)
geboren 1975
- lebt als freischaffender Musiker in Wienund beschäftigt sichseit 1998 mit elektronischer Musik. Es folgt die Einrichtung eines kleinen Studios und Arbeit an den ersten Stücken als "Elektroniker". Erstes Konzert im Rahmen des picknick@rhiz am 17.1.1999. Daraus ergibt sich die Zusammenarbeit mit Christof Kurzmann.
Als erste Veröffentlichung wird im April 99 die CD pop loops for breakfast vorgestellt. Sie erscheint als cha/001 auf Charhizma, dem Cabel von Christof Kurzmann, wenige Wochen später als Vinyl Ausgabe bei dem ebenfalls neuen Label Morr Music des Berliners Thomas Morr.
2001 ergeben sich weitere Kontakte zu Filmprojekten, so entsteht u.a. die Mitarbeit bei Jörg Kalts Film Richtung Zukunft durch die Nacht, welcher beim Max Ophüls Preis 2002 den Sonderpreis der Jury erhielt. Bei diversen Kurzfilmen werden ebenfalls Stücke eingesetzt. Mit Bady Minck beginnt die Zusammenarbeit für den Film „Im Anfang war der Blick“.
Im Jahr 2002 erhält Bernhard Fleischmann das erstmals ausgeschriebene SKE Jahresstipendium. Welcome Tourist, die erste Doppel-CD von b.fleischmann wird auf Morr Music und Charhizma im November 2003 veröffentlicht.
Im Rahmen der Aufnahmen zu dieser Cd entsteht die Zusammenarbeit mit Christof Kurzmann, Martin Siewert, Burkhard Stangl und Werner Dafeldecker. Das gemeinsam aufgenommene 45 minütige Stück Take your time wird im Rahmen der CD-Präsentation als Quintett erstmals aufgeführt. Bady Mincks Film Im Anfang war der Blick wird in Cannes bei den Filmfestspielen uraufgeführt. Weitere Filmmusik: Jörg Kalts film Crash Test Dummies (uraufgeführt bei der Berlinale 2005).
Isabella Reder (Bühneneinrichtung und Kostüme)
geb. 1975 in Steyr (OÖ); studierte an der Kunstuniversität für industrielle und künstlerische Gestaltung Linz Malerei und Graphik.
Von 2004 bis 2009 war sie als Bühnen- und Kostümassistentin am Landestheater Linz engagiert. Dort stattete sie unter anderem die Produktionen Man muss dankbar sein, Die Kuh Rosmarie, Mampf und Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer aus.
Weitere eigene Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit His Majesty´s Players und dem Theater Phönix: Komödie der Irrungen, Opera da Camera: Venus und Adonis & Der Drache von Helfenberg, theater virulent bahnhof Adieu & Der Kick und dem Kulturforum Grein Orpheus, Gut gegen Nordwind im Eisenhand und aktuell für das theater virulent die Thomas Bernhard Dramolette Eis-A Doda-Alles oder Nichts.
Die Monooper Tagebuch der Anne Frank und der Neue Lübecker Totentanz (künstlerische Beratung) kamen in der Stiftskirche St. Marien auf dem Berge in Herford zur Aufführung. Außerdem illustrierte sie einige Programmhefte des Landestheaters Linz und ist auch als Grafikerin tätig.
Premiere im Eisenhand am 25. September 2011 um 20.00 Uhr
Weiterer Termine 28. September; 1., 9. (21. Uhr), 17. und 27. Oktober 2011 jeweils um 20.00 Uhr
Inszenierung Harald Brückner
Bühneneinrichtung und Kostüme Isabella Reder
Musik Bernhard Fleischmann
Dramaturgie Kathrin Bieligk
Besetzung
Emmi Rothner Katharina Hofmann
Leo Leike Peter Pertusini
Mag. Inez Ardelt
Presse- und Medienarbeit
OÖ Theater und Orchester GmbH
Landestheater Linz
Promenade 39, A-4020 Linz
Tel.: +43 732 7611-321 (Fax: -421)
www.landestheater-linz.at

