Die Freiheit auf dem Vormarsch. Auf dem Vormarsch! Im Gange. Schnell, langsam, staccato, schleppend. Die Zukunft hat bereits begonnen. Stimmen. Sätze, Gesänge, aber auch Worte, die wie schwere Hammerschläge wiederkehren. Soll die Macht der Majorität herrschen oder der Geist der Elite? Ist Mensch gleich Mensch und darum Stimme gleich Stimme? Es gibt einsame Gestalten, die nur mit Ideen bewaffnet sind, die aber ganze Epochen fortsprengen. Andere sind mächtig genug, Tote wieder zum Leben zu erwecken. Klang-Energien: Harmonien und Dissonanzen.
Passt du deinen Rhythmus nicht dem allgemeinen Rhythmus an, dann fällst du zurück, regredierst, wirst zu einer Gemüsepflanze, einer Amöbe oder einem Satan in Menschengestalt. Was wir „Gesellschaft“ nennen, entwickelt sich vielleicht zu einer ununterbrochenen Dissonanz, die sich niemals in einen Akkord auflösen wird. Von einem Mann ein gellender Ruf: Wir sind verloren! Eine Frauenstimme: Wir sind gerettet! Staccatorufe: Verloren! Gerettet! Verloren! Gerettet! Schweigen.
Der übliche Straßenlärm. Wie würdest du die Welt aufwecken – wenn du ein Musiker wärst? Mit einer Sonate für rostige Büchsenöffner? Hast du jemals darüber nachgedacht? Oder schläfst du lieber weiter? Seid Ihr taub? Ihr seid frei! Singt! Tanzt! Fliegt! Das Leben hat gerade begonnen. Nach Henry Miller
Bei Redaktionsschluss erreichte uns der Text »Kein Licht. Mehr nicht.« von Elfriede Jelinek, der Bestandteil der Uraufführung sein wird.
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