Gesellschaft Freunde der Künste

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Stück von Roman Senkl

Theater in Koblenz: Solange es ein Ziel gibt am 3.9.2011

Vier junge Menschen in einer Phase des Übergangs. Ist es ein scheiternder Umzug, eine familiäre Aufbruchssituation, ein zufälliges Treffen an einer Bushaltestelle? Roman Senkl, Hausautor der Spielzeit 2010/2011, hat mit Regisseur Markus Dietze und vier Schauspielerinnen und Schauspielern des Ensembles anfänglich nur lose verwobene Textfragmente in mehreren gemeinsamen Arbeitsphasen zu einem dreiteiligen Stück geformt.

 

Im ersten Teil, FRAGMENTE/NICHTS, kreist der Text um die kleinen und großen Utopien des menschlichen Lebens und – natürlich – ihr Scheitern. Den Mittelteil der Trilogie widmet Senkl dann mit einer Paraphrase auf Bonnie Parker und Clyde Barrow einem der großen Mythen anarchischer Verbrechens- und Popkultur. Im dritten Teil, NORA LÄCHELT, rücken schließlich wieder heutige familiäre Beziehungsstrukturen in das Zentrum des Interesses. "Wir haben im Nachhinein dann doch beschlossen, zusammen gewesen zu sein", ist dabei die in ihrer ganzen Ungenauigkeit vielleicht treffendste Beschreibung der emotionalen Unsicherheit einer an emotionalem Multi-Tasking kaum zu übertreffenden Generation.

 
 
In einer Zeit, in der das Private immer weiter veröffentlicht wird, bekommt Selbstvergewisserung einen gänzlich neuen Stellenwert. Roman Senkl erweist sich dabei als genauer Beobachter heutigen Denkens und Sprechens. Er vermag in seinen Texten den langen komplexen Weg einzelner Gefühle in die Sprache genauso treffsicher zu zeichnen, wie den ironischen Geistesblitz.

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