Gesellschaft Freunde der Künste

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von Johann Wolfgang Goethe

Theater in Kassel: Urfaust – Sommertheater zum letzten Mal am 14.07.2013

Kein anderes Stück wird auf deutschen Bühnen so häufig gespielt wie Goethes Drama über Faust, den ruhelosen Wissenschaftler mit den zwei Seelen, der wissen möchte, was die Welt im Innersten zusammen hält. Sein Erkenntnisdrang und Ehrgeiz treiben Fausts Leiden an der Unergründlichkeit der Welt so weit, dass er Selbstmord begehen will.

Theater in Kassel

Da erscheint Mephisto, verleiht dem Gelehrten übermenschliche Fähigkeiten und bricht mit ihm auf in die Welt. Auf ihrer Reise begegnen sie Gretchen – Faust begehrt sie und verschuldet im Rausch seiner Allmachtsfantasien eine fatale Kette von Ereignissen: Er schwängert Gretchen, verlässt sie und zerstört damit das unschuldige Bürgermädchen, das so ganz anders als er die Gabe hat, eins mit sich selbst zu sein. Am Ende des Stückes sind Gretchens Mutter, Bruder und das neugeborene Kind tot, Gretchen selbst sitzt zum Tode verurteilt im Kerker. Als Faust sie retten will, ist es schon zu spät. 

Freunde der Kunst

Goethes Urfaust, entstanden zwischen 1772 und 1775, basiert auf der uralten Sage vom Doktor Faustus und verbindet mittelalterliche Motive mit aufklärerischem Gedankengut. Goethe hat – ausgehend von dem realen Fall der 1772 in Frankfurt hingerichteten Susanne Brandt – die Gelehrten-Tragödie des Doktor Faust mit der Gretchen-Tragödie kombiniert und in radikaler Weise die Conditio Humana befragt: Was ist Erkenntnis, was ist Liebe, was ist Schuld? Und gibt es einen freien Willen?

Volker Schmalöer inszenierte in Kassel bereits als Sommertheater Don Gil mit den grünen Hosen  und Ein Sommernachtstraum - auf der Löwenburg und in der Karlsaue.

juliane.clobes@staatstheater-kassel.de