Hamlets Welt ist „aus den Fugen“. Alles, an was er geglaubt hatte, liegt zerstört vor ihm.
Theater in Jena
Die Ermordung seines Vaters durch dessen Bruder und die viel zu schnell darauf folgende Heirat der Mutter dem Mörder ihres Mannes stürzen Hamlet in die Verzweiflung. Seine Geliebte Ophelia wendet sich plötzlich von ihm ab.
Der Geist seines Vaters fordert ihn zur Rache auf, doch Hamlet, in Selbsthass, Verachtung der Welt und verkopften Theorien gefangen, zögert vor der blutigen Tat. Fremd geworden, wahnsinnig, den Wahnsinn spielend, bewegt er sich durch eine Welt, die jeden Sinn verloren hat. Was macht es mit einem Menschen, wenn er nichts mehr für wertvoll hält, wenn er jeden Glauben verloren hat?
Freunde der Kunst
Die Inszenierung des Theaterhaus-Teams entwirft eine Welt wie aus den depressiven Augen Hamlets betrachtet, in der Orientierungslosigkeit, Angst und zynische Komik herrschen.


Alles, an was er geglaubt hatte, liegt zerstört vor ihm; FOTOS: (c) Joachim Dette



