Ein Paukenschlag in Palermo. Am Ostermontag des Jahres 1282 kommt es zu einem grausamen Massaker an den französischen Besatzern, durch das sich der angestaute Hass der unterdrückten Sizilianer explosionsartig entlädt – ein fulminanter Höhepunkt für Verdis Pariser Auftragswerk, in dem er die Zurschaustellung der intimen Gefühlswelten seiner italienischen Opern mit dem großen französischen Tableau verbindet.
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Dabei prallen auch unter den Figuren Welten aufeinander: eine trauernde Frau, die Gefühle nur als Gegenleistung für Rache an ihrem hingerichteten Bruder verspricht, ein zerrissener Verliebter, frisch ernannter Anführer der Rebellen und gleichzeitig Sohn des ranghöchsten Besatzers, ein unbeirrbarer Verschwörer, der die unterdrückten Menschen seiner Heimat befreien will, und ein ausgebrannter Herrschender, der sich nach nichts mehr sehnt als einem Vertrauten – alle vereint in einer selten gespielten Oper Verdis, die seinen populären Opern in nichts nachsteht und die wir zu seinem 200. Geburtstag wieder ins Gedächtnis rufen wollen.
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Am Ostermontag des Jahres 1282 kommt es zu einem grausamen Massaker an den französischen Besatzern; © Maurice Korbel


