Gesellschaft Freunde der Künste

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Philipp Hochmair spielt

Theater in Duisburg: Der Prozess - erzählt die Geschichte einer Verweigerung am 21.3.2013

"Ich wollte immer mit zwanzig Händen in die Welt hineinfahren." Franz Kafkas Jahrhundertroman "Der Prozess" erzählt die Geschichte einer Verweigerung. Joseph K. wird am Morgen seines dreißigsten Geburtstags von einem imaginären Gericht angeklagt, ohne jemals zu erfahren, was ihm zur Last gelegt wird. Er verliert sich in Affären und Ablenkungen, anstatt der Aufforderung nachzugehen, "mehr an sich" zu denken und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Doch was ist "das Wesentliche"?

"Die vielstimmige Wörter- und Gedankenpartitur per Lektüre ausleuchtend oder frei sprechend, macht Hochmair die allmähliche Zerrüttung des Bankprokuristen Josef K. nicht nur körperlich sichtbar. Was der zunächst als 'groben Spaß' versteht und mit irritierter, etwas ratloser Heiterkeit abzutun versucht, wird zur grausigen, rational nicht zu fassenden existenziellen Bedrohung, die einen Zermürbungsprozess bis zur Vollstreckung des Todesurteils nach sich zieht. Bedrohliche Geräusche und Schubertähnliche Klänge von Michael Maierhof, Dias, die im krassen Gegensatz zu dem stehen, was der sinngetrübte Josef K. beschreibt, und die kluge von Andrea Gerck und Philipp Hochmair eingerichtete Textfassung machen diese Stunde zum beängstigenden Psychokrimi." Die Welt

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