Graf Almaviva hat alles erreicht: er besitzt ein Schloss mit Bediensteten, Garten und Gärtner, er hat gegen alle Widerstände seine große Liebe geheiratet. Aber der Graf will mehr und nutzt seine Machtposition, um sich erotische Abenteuer zu organisieren.
Theater in Düsseldorf
Als sein Diener Figaro und Susanna, die Zofe der Gräfin, heiraten wollen, kommt es zum Eklat: der Graf will von Susanna nicht lassen, die Gräfin hält das alles nicht mehr aus, Figaro wehrt sich und setzt damit ein Verwirrspiel in Gang, das verdeckte Verletzungen, Begierden und Verunsicherungen freilegt.
Oper in Düsseldorf
Mann oder Frau? Diener oder Herr? Komödie oder Tragödie? Mozart und sein Librettist Da Ponte zerlegen 1786 in dieser grandiosen Oper lustvoll die Kategorien – und formulieren so die große Frage der Aufklärung nach den Grenzen der Freiheit als wahnwitziges „Tänzchen“ aus Intrige, Versteckspiel und Verkleidung.
Freunde der Kunst
Eine Oper im Schauspielhaus? Regisseur Markus Bothe sucht mit dem Ensemble nicht die Konkurrenz zum Nachbargenre. Ihm geht es um eine Entdeckungsreise in die politischen und psychologischen Verstrickungen, die dieser Stoff birgt. Mozarts Welt der verspielten Verschwendungssucht des Rokoko ist dem heutigen Lebensgefühl vor allem in einem verwandt: in dem diffusen Bewusstsein, am Ende einer Epoche zu stehen, ohne zu wissen, was kommt. Susanna jedenfalls fragt gleich im ersten Akt: „Großer Gott, wie geht das aus?“ Sehen Sie selbst.
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petra.serwe@duesseldorfer-schauspielhaus.de


Graf Almaviva will mehr und organisiert sich erotische Abenteuer; (c) Sebastian Hoppe