Die Umgebung, in der ein Mensch groß wird und/oder lebt, ist vorgegeben.
Theater in Dresden
Und damit eine gewisse Tradition, ein bestimmter Codex. Wie also, Mitmachen oder Ausbrechen? Auf welche Weise und mit welchem Ziel? Ein Theater/Tanz/Musik-Abend, der solche Fragen mit großer Leichtigkeit aufwirft. Und sie mit großartiger, live gespielter Musik, mit hintergründigem Humor und ansteckender „Freude an Bewegung“ beinahe beantwortet.
„Warum gehen Leute in Bulgarien heute so massiv zu Volkstanzkursen?“ Das war die Ausgangsfrage der Inszenierung. Gibt der Volkstanz Identität? Bedeutet er eine Art Rückkehr zur Familie, zu den Wurzeln? Gibt er Selbstbewusstsein? Oder geht es dabei vor allem um Selbstdarstellung, womöglich um eine andere, spannende Art von Fitness? Und: wie kann zeitgenössische darstellende Kunst ein solches Phänomen spiegeln und verarbeiten?
Mit Neugierde und viel eigenem Training stellte sich das Ensemble diesen Fragen. Und beantwortet sie mit großartiger, live gespielter Musik, mit hintergründigem Humor und mit ansteckender Spiel- und damit Lebensfreude. Vor allem aber nicht ohne die Gegenfrage: „Kriegen wir auch euch?“
Freunde der Kunst
Irina Goleva ist ursprünglich Schauspielerin und mittlerweile Autorin von acht Inszenierungen, in denen sie mit Texten, Bewegung und Musik experimentiert. Seit 2009 gewann sie mit ihren Arbeiten dreimal den prestigeträchtigen Ikar-Preis für zeitgenössischen Tanz und Performance.
am 23.09.2014
anja.szczyrba@societaetstheater.de


Irina Goleva ist ursprünglich Schauspielerin und mittlerweile Autorin von acht Inszenierungen, in denen sie mit Texten, Bewegung und Musik experimentiert; (c) John Fru Jones