Otello, Befehlshaber der venezianischen Flotte, bleibt trotz aller militärischen Erfolge seiner schwarzen Hautfarbe wegen ein Außenseiter. Abgöttisch liebt er seine Ehefrau Desdemona, deren Gegenliebe er sich kaum für würdig erachtet. Nach einem Gewittersturm, dem er glücklich entkommt, berichtet Otello stolz von seinem Sieg gegen die Türken, nicht ahnend, dass er bald selbst das Opfer gefährlicher Intrigen sein wird.
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Rodrigo, der Otello die Liebe Desdemonas neidet, und Jago, der Fähnrich, den der Feldherr bei der Beförderung zum Hauptmann übergangen hat, hegen einen diabolischen Plan, dessen Ziel es ist, den eifersüchtigen Otello von der vorgeblichen Untreue Desdemonas zu überzeugen. Das Gift des Zweifels zeigt schließlich seine Wirkung. Otello erwürgt seine über alles Geliebte.
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Mit seiner vorletzten OperOtello gelang es Verdi, das Ziel seiner künstlerischen Bestrebungen zu erreichen: die Erschaffung einer musikdramatischen Großform, in welcher tonmalerische Effekte, oft mit greifbarer Realistik, das gesungene Wort illustrieren. Verdi vollendete Otello sechzehn Jahre nach seiner bis dahin letzten OperAida. Uraufgeführt an der Mailänder Scala am 5. Februar 1887, wurde die Oper ein derartiger Erfolg, dass sie heute weit bekannter ist und wesentlich häufiger aufgeführt wird als das gleichnamige Drama Shakespeares, das Verdi als Vorlage seiner Oper diente.


Otello, Befehlshaber der venezianischen Flotte, bleibt trotz aller militärischen Erfolge seiner schwarzen Hautfarbe wegen ein Außenseiter; (c) Barbara Aumüller

