Es herrscht Aufruhr im kurfürstlichen Jagdrevier in der Rheinpfalz: Der Kurfürst hat sich zur Saujagd angesagt, aber sein Waldmeister Baron Weps muss feststellen, dass die Dorfbewohner bereits mächtig gewildert haben.
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Bürgermeister Schneck verspricht daraufhin, als Ersatz eine zahme Sau zu stellen und Weps ein stattliches Schweigegeld zu zahlen. Das ist diesem nur recht, denn er muss wieder einmal die Schulden seines Neffen Stanislaus bezahlen. Als der Kurfürst die Jagd kurzfristig absagen lässt, fürchtet Weps um sein Schweigegeld und fasst gemeinsam mit Stanislaus den Entschluss, die Jagd dennoch abzuhalten. Mit Stanislaus in der Rolle des Kurfürsten! Dass auch die Kurfürstin im Dorf ist, kann dieser allerdings nicht wissen.
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Auch die Postbotin Christel ist erpicht darauf, den Kurfürsten zu sehen, denn sie will ihn bitten, ihrem Verlobten Adam einen Posten als Menageriedirektor zu verschaffen, damit die beiden endlich heiraten können. Doch bis Christel ihren Adam in die Arme schließen kann, vergeht eine herrliche Operetten-Ewigkeit mit einem Gewirr aus Wilddieberei und Korruption, Techtelmechteln und Eifersüchteleien und einer Musik, die einen Ohrwurm nach dem anderen bereit hält.
Titel wie „Grüß euch Gott, alle miteinander“, „Ich bin die Christel von der Post“ und „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ gingen seit der Uraufführung der Operette 1891 in Wien um die ganze Welt. Und wenn die Wiener in ihrem Carl Zeller, neben Franz von Suppé, Johann Strauß Sohn und Karl Millöcker, den vierten Operettenklassiker der „Goldenen Ära“ sehen, so hat wohl seine Meisteroperette den entscheidenden Anteil an dieser Wertschätzung.


Es herrscht Aufruhr im kurfürstlichen Jagdrevier in der Rheinpfalz: Der Kurfürst hat sich zur Saujagd angesagt; © Martin Kaufhold


