Eine Kleinfamilie in ihren gewöhnlichen Konflikten und Streitereien – zunächst scheint die Szenerie in ihrer Alltäglichkeit reichlich banal, bis andere, skurrile Figuren die Bühne bevölkern: eine Sambatänzerin, ein blutender Mann, ein Mafioso sowie ein Schwimmer, der in aller Ruhe seine Bahnen auf der Bühne zieht.
Theater in Bielefeld
Von hier an blicken wir hinter die Fassade der bürgerlichen Familie: Ihre Wünsche, Hoffnungen, Ängste und ungelösten Konflikte werden in poetisch-surrealen Bildern sichtbar. Das Geschehen rund um Vater, Mutter und Kind wiederholt sich in drei Variationen – begleitet von einem nicht enden wollenden Klangteppich aus Walzer, Samba und klassischer Klaviersonate.
Freunde der Kunst
Guilherme Botelho, der seit nunmehr zwanzig Jahren seine Compagnie Alias mit großem Erfolg leitet und zu den profiliertesten Choreographen der Schweiz gehört, interessiert sich stets für das Versteckte und Unentdeckte unseres Alltags. Er übersetzt das Unaussprechliche unserer inneren Vorgänge in Bewegung. Bereits sein hintergründiger Tanzabend Reise ins Verborgene, welcher sich mit den Turbulenzen des Erwachsenwerdens beschäftigt, hat 2010 in Bielefeld für Furore gesorgt. Sein ErfolgsstückDas Gewicht der Schwämme wird nach der Uraufführung 2003 erstmals von einer anderen Tanzkompanie, dem Tanztheater Bielefeld, neu einstudiert.
nadine.brockmann@bielefeld.de


Guilherme Botelho, der seit nunmehr zwanzig Jahren seine Compagnie Alias mit großem Erfolg leitet und zu den profiliertesten Choreographen der Schweiz gehört, interessiert sich stets für das Versteckte und Unentdeckte unseres Alltags; (c) Lioba Schöneck

