Schaf weidet auf einer grünen saftigen Wiese, und jeder Tag ist genauso schön wie der vorherige.
Theater in Bern
Doch dann versteckt sich der junge Prinz Lorenzo zwischen der Herde, der auf keinen Fall König werden möchte, wie es alle von ihm verlangen. Er bestimmt Schaf zu seinem Freund. «Ein Freund braucht einen Namen», sagt Lorenzo, aber den hat Schaf nicht. Deshalb nimmt es all seinen Mut zusammen und bricht auf in die Welt, um einen Namen für sich zu finden. Schaf erlebt schreckliche und wunderschöne Begegnungen mit anderen Menschen, und stellt sich zunehmend Fragen: «Wer bin ich? Bin ich jemand besonderes? Bin ich ein Held? Sieht mich jemand?
Will ich, dass ich gesehen werde?» Schliesslich erhält Schaf ein kleines Päckchen, in dem sich sein Name befindet, und kehrt stolz zu seiner Herde zurück. Doch nun wollen die anderen Schafe es nicht mehr haben, weil es ja gar kein gewöhnliches Schaf mehr ist. Und Lorenzo? Der hat sich inzwischen entschieden, doch König zu werden. Soll Schaf die Schachtel mit dem Namen nicht doch lieber verschlossen lassen?
Freunde der Kunst
Eingebettet in Barockmusik von Händel, Monteverdi und Purcell, erzählt Sophie Kassies’ «Schaf» auf sensible und poetische Weise, wie kompliziert es ist, gleichzeitig ein Herdentier, ein Freund und ein spezieller Jemand zu sein.
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Schaf erlebt schreckliche und wunderschöne Begegnungen mit anderen Menschen, und stellt sich zunehmend Fragen; (c) Philipp Zinniker


