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von Benjamin Britten

Theater in Bern: Peter Grimes - zeigt Gesellschaft als unbarmherzige Meute

Die Sehnsucht nach Anerkennung und der Wille, diese auf eigene Faust zu erreichen, das ist die Geschichte von Peter Grimes. Sein Ehrgeiz entfremdet ihn zunehmend von seiner Umgebung und stürzt ihn in die Katastrophe.

Theater in Bern

Benjamin Britten gilt als einer der grössten Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts. Mit der Oper «Peter Grimes» schuf er zusammen mit seinem Lebenspartner Peter Pears und dem Librettisten Montagu Slater während des Zweiten Weltkriegs eine Oper, welche die Gesellschaft als unbarmherzige Meute zeigt.

Die Handlung nach George Crabbes Vorlage «The Borough» spielt in einem englischen Küstenstädtchen. Peter Grimes’ Eifer, stets einen erfolgreichen Fang zu machen, führt zum Tod seines Bootsjungen, der an Erschöpfung stirbt, und verschafft ihm den Ruf eines Schinders. Obwohl er für unschuldig erklärt wird, lässt das Gerede um ihn nicht nach, auch nicht, nachdem er sich wieder einen Lehrjungen nimmt. Peter Grimes sieht sich mehr und mehr isoliert und auf das reduziert, was er immer schon war: ein geldgieriger Fischer. Sein Wunsch, durch Reichtum zu Anerkennung zu gelangen, führt unwiderruflich zum nächsten Todesfall.

Freunde der Kunst

Britten prägte zu dieser seiner Komposition folgendes Diktum: «Je böser die Gesellschaft, desto bösartiger das Individuum!» Wegen der Sanierung des Stadttheaters spielen wir «Peter Grimes» in der Grossen Halle der Reitschule Bern.

susanne.schaefer[at]konzerttheaterbern.ch