Spanien, Ende des 16. Jahrhunderts: Der Dichter Miguel de Cervantes sitzt wegen Gotteslästerung im Gefängnis. Die zwielichtigen Mithäftlinge rauben ihm alle Habe, darunter auch das Romanmanuskript des Don Quixote.
Um zu beweisen, dass es sich um sein künftiges Werk handelt, spielt er zusammen mit den Insassen Szenen daraus nach. Er selbst schlüpft in die Rolle des Landjunkers Quijana, der dem Wahn verfallen ist und Realität und Fantasie nicht mehr unterscheiden kann. Er zieht aus, das Übel in der Welt zu besiegen. Dabei ist nicht nur eine Windmühle zu bekämpfen, es gilt, weitere Abenteuer zu bestehen. Als solches könnte man auch Don Quixotes Verehrung der Prostituierten Aldonza bezeichnen, die er für die Prinzessin Dulcinea hält, obgleich sie ihm ihre wahre Identität drastisch vor Augen führt. Doch Cervantes-Don-Quixote ist überzeugt: „Tatsachen sind die Feinde der Wahrheit.“
Theater in Bamberg
Das Musical gehört zu den Broadway-Klassikern und wurde 1966 mit fünf Tony Awards ausgezeichnet. Die Uraufführung in der Inszenierung von Albert Marre fand am 22. November 1965 im Anta Washington Sqare Theatre in New York statt.
Dirk Müller
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dramaturgie
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