Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

wer war Franz Schubert?

Theater in Bad Kissingen: "Wollte ich Liebe singen, ward sie mir zum Schmerz - ein inszenierter Schubert-Abend" am Samstag, 11.6.2011

Carl Spitzwegs Bild „Der arme Poet“ hat die Vorstellung vom hungerleidenden Schriftsteller für Generationen geprägt: arm, krank, einsam. Nicht nur Dichter sind so; diese Eigenschaften gelten für alle Künstler. Auch für Musiker. Vor allem aber für einen: für Franz Schubert. Lehrersgehilfe, der seinen Beruf aufgab, um ganz der Musik zu leben. Erfolgloser Komponist, der auf die Unterstützung seiner Freunde angewiesen war. Rastlos Getriebener, Alkoholiker, Syphilitiker – eben ein armer Poet im Reich der Töne und Klänge. In ihrer Produktion „Wollte ich Liebe singen, ward sie mir zum Schmerz“ versucht die Kammeroper München, sich dem Komponisten fernab von allen Klischees zu nähern und ein Bild zu zeichnen, das keine fertigen Antworten auf die Frage gibt, wer Franz Schubert wirklich war. Mit dem Orchester der Kammeroper stehen Wolfgang Pregler (Rezitation) und Andreas Burkhart (Tenor) auf der Bühne. Am Samstag, 11. Juni 2011 um 19.30 Uhr findet der besondere Schubert-Abend im Schmuckhof des Regentenbaus statt.

 

Die Kammeroper München lädt ihre Zuhörer ein, sich die vielen Facetten des Menschen Franz Schubert und seiner Musik wahrzunehmen und sich selber ein Bild daraus zu machen. Dazu sind, neben den musikalischen Arrangements von Alexander Krampe, von dem auch Konzept und Texte stammen, Auszüge aus Briefen Schuberts und Tagebucheintragungen zu hören. Sie werfen ein Licht auf Schuberts äußere Lebensbedingungen. Versager, Träumer, psychisch Kranker, Anarchist? Oder Liederfürst, posthumer Liebling bildungsbürgerlicher Salons, Meister der romantischen Idylle? Was abseits der schwarz-weiß gehaltenen Gemeinplätze über Schubert bekannt ist, ist widersprüchlich. Ein Grund mehr, auf die Musik zu hören, die Schubert reichlich hinterlassen hat: Über 1000 Kompositionen verschiedener Gattungen schrieb er in nur rund 16 Jahren. Unter den Liedern, die Alexander Krampe für das Programm ausgewählt hat, finden sich bekannte Titel: „An die Musik“, „Du bist die Ruh“ oder „Gute Nacht“ aus Wilhelm Müllers „Winterreise“. Daneben stehen Bearbeitungen sinfonischer Musik oder von Modetänzen der Schubert-Zeit. Auch ein Militärmarsch ist im Repertoire; der allerdings klingt mehr ironisch, als militärisch. Auch das ist wohl ein nicht ganz abwegiger Schubert-Zug.

Das Orchester der Kammeroper München und der junge Solist sind Garanten für eine musikalisch erstklassige Aufführung. Mit Wolfgang Pregler steht ihnen ein erfahrener Schauspieler für das gesprochene Wort zur Seite, und wer die Arrangements von Alexander Krampe für das Orchester der Kammeroper kennt, der ahnt, dass sie dem Ensemble auch diesmal nicht nur auf den Leib geschneidert, sondern immer auch vielschichtig und  klangschön sind.

 

Eintrittskarten sind erhältlich in der Kur- und Tourist-Information, im Alten Rathaus, in der Tourist-Information im Arkadenbau und unter Telefon 0971 8048-444 oder per Email: kissingen-ticket@badkissingen.de

 

für die Staatsbad GmbH

Christian Dijkstal

 

Kathrin Glaser

Kultur- und Veranstaltungsabteilung

Fon 0971 8048-271
Fax 0971 8048-279 
presse.kultur@badkissingen.de

 

Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH
Geschäftsführer - Kurdirektor: Gunter Sauer

Am Kurgarten 1, 97688 Bad Kissingen
AG Schweinfurt HRB 3357

Bad Kissingen - ein königliches Vergnügen