Bad Kissingen: Der Theaterkritiker Mortimer Brewster besucht am Samstag, 5. Mai um 19:30 Uhr seine liebenswerten Tanten Abby und Martha im Kurtheater. Ihre Teestunden mit Quittenmarmelade, Keksen und selbst gemachtem Holunderwein sind berühmt. Der Pfarrer und die Polizisten genießen die Gegenwart der frommen und reizenden alten Damen, die sich liebevoll um ihre älteren Untermieter und den geistig verwirrten Teddy kümmern. Als Mortimer Unterlagen für seine bevorstehende Hochzeit sucht, stößt er auf das Geheimnis seiner mörderisch-raffinierten Tanten, das ihn fast um den Verstand bringt. Und damit beginnt erst die Kette der turbulenten Missverständnisse und Verwicklungen, die das Werk zu einem Evergreen des schwarzen Humors macht…
Auf vier Liter Holunderwein kommen ein Teelöffel Arsen, ein halber Teelöffel Strychnin und eine Prise Zyankali. Die beiden reizenden Tanten Martha und Abby Brewster (Cordula Trantow und Veronika Faber) beherbergen in ihrem New Yorker Haus greise alleinstehende Männer, die sie aus scheinbar reiner Nächstenliebe ins Jenseits befördern. Auf die Erkenntnis über die abgründigen Gelüste der beiden Tanten folgt bei einem Zusammentreffen der von Geisteskrankheit gebeutelten Familie die Enthüllung weiterer Gräueltaten. Der verloren geglaubte Neffe Jonathan (Sebastian Knözinger) kehrt zurück mit einem Quacksalber, genannt Dr. Einstein (Jannis Zoidis), und hat ebenfalls eine Leiche im Gepäck.
Joseph Kesselring hat „Arsen und Spitzenhäubchen“ kurz vor dem Angriff auf Pearl Harbor geschrieben, es zeugt von der trügerischen Ruhe vor dem Sturm. 1941 am Fulton Theatre in New York uraufgeführt, lief es am Broadway dreieinhalb Jahre vor allabendlich ausverkauftem Haus und feierte mit über 1000 Vorstellungen auch in London einen vergleichbaren Triumph. Die gleichnamige Verfilmung kam 1944 in die Kinos und wurde nicht zuletzt dank der großartigen Besetzung mit Gary Grant und Peter Lorre unter der Regie von Frank Capra ein unverwüstlicher Klassiker. So gilt das Stück bis heute als Evergreen des schwarzen Humors.
Cordula Trantow arbeitet als Schauspielerin, freischaffende Regisseurin und Theatermanagerin. Berühmt wurde sie 1959 mit der Rolle der Franziska in „Die Brücke“ von Bernhard Wicki. Nach zahlreichen deutschen Unterhaltungsfilmen beendete sie ihre Film- zugunsten einer Theaterkarriere (u.a. als Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel in München). Sie arbeitete außerdem als Synchronsprecherin für Ali MacGraw, Sandrine Bonnaire und Dominique Sanda. Cordula Trantow war Initiatorin und Produzentin des Weilheimer Theatersommers (1988-1998) sowie Intendantin des Theatersommers in Garmisch-Partenkirchen und des Südbayerischen Theaterfestivals (2003-2006).
Eintrittskarten sind erhältlich in der Kur- und Tourist-Information, im Alten Rathaus und unter Telefon 0971 8048-444 oder per E-Mail: kissingen-ticket@badkissingen.de.
Pressekontakt:
Kultur- und Veranstaltungsabteilung der
Bayer. Staatsbad Bad Kissingen GmbH
Jutta Dieing M.A.
Fon: 0971 80 48-270


(c) Bayer. Staatsbad Bad Kissingen