Gesellschaft Freunde der Künste

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O wer einmal jemand Anders sein könnte!

Theater in Augsburg: Leonce und Lena - Ein Fluchtversuch nach Georg Büchner bis zum 2.3.2013

„O wer einmal jemand Anders sein könnte! Nur 'ne Minute lang. - " Prinz Leonce vom Reiche Popo würde sich am liebsten auflösen: Er soll mit Prinzessin Lena vom Reiche Pipi verheiratet werden. Gemeinsam mit seinem Freund und Alter Ego Valerio flieht er. Aber die Unbekannte, in die er sich auf der Flucht verliebt, ist niemand anderes als die Prinzessin.

Das melancholische Lustspiel von Georg Büchner, dessen Geburtstag sich 2013 zum 200. Mal jährt, nimmt in der plakativen und doch ganz existenziellen Ich-Leere der Figuren die Tragikomik des Absurden Theaters der Moderne vorweg.

Jan Philipp Gloger, der nach seiner Holländer-Inszenierung für die Bayreuther Festspiele 2012 nun zum fünften Mal am Theater Augsburg arbeitet, interessiert an Büchners Text die Identitätsproblematik der Figuren, die zwischen Resignation, Eskapismus und Aufbruch schwanken: die Sehnsucht nach sich selbst, der Versuch, sich im Anderen zu finden oder zu verlieren, und der Druck, jemand oder etwas sein zu müssen.


Inszenierung:Jan Philipp Gloger
Bühne und Kostüme:Judith Oswald
Licht: Kai Luczak
Dramaturgie: Geeske Otten, Markus Trabusch

mit:Judith Bohle, Tjark Bernau

Kontakt

Johanna Kellner
Assistentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Johanna.Kellner@augsburg.de