Gesellschaft Freunde der Künste

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ein phantastisches Märchen

Theater in Aachen: Peer Gynt - dramatisches Gedicht von Henrik Ibsen

Der norwegische Bauernsohn Peer Gynt will: ALLES! Er träumt sich in seiner Phantasie in hohe Sphären, bricht kopflos zu einer Weltreise auf, nicht ohne vorher seine Mutter Aase zu verprellen und kurz noch die Braut eines anderen zu entführen, um sie dann achtlos zurückzulassen.

Theater in Aachen

In seiner Lebensgier treibt er sich in Trollwelten, in der heißen Wüste Afrikas und auf den Meeren herum, kommt zu Reichtum, verarmt, ist Frauenverführer, Sklavenhalter, Schatzjäger, gibt sich als Kaiser und als Prophet, lässt über all die Jahre seine große Liebe Solveig immer wieder warten – und muss am Ende von ihr aus den Fängen des Knopfgießers befreit werden, der ihn zum Mittelmaß umschmelzen will. »Sei du selbst!« war immer der Anspruch gewesen, doch Peer kommt sich am Ende vor wie eine Zwiebel, die nichts ist, wenn man Schale um Schale entblättert.

Freunde der Kunst

Ibsens dramatisches Gedicht ist phantastisches Märchen und Gesellschaftskritik zugleich. Der Anti-Held Peer Gynt sprengt in seiner Hybris alle Maßstäbe und wird erst im Scheitern wieder Mensch.