Es ist viel geschrieben worden über E.T.A. Hoffmann, den großen romantischen Dichter, den Exzentriker, Trinker, Träumer – kaum Beachtung fand dagegen Michalina, genannt Misia, seine „treusorgende, genügsame, duldsame“ Ehefrau.
Aber war sie das wirklich?
Konnte sie das überhaupt sein?
Was ging in Misia Hoffmann vor, wenn ihr Ehemann sich in der gegenüberliegenden Theaterrose betrank, mal wieder seine Arbeit durch eigenwillige Eskapaden verlor, seine Klavierschülerinnen umwarb, Spukgestalten zu sehen glaubte?
In GEMAHL MEINIGES zeichnet Rainer Lewandowski Misia als moderne selbstbewusste Frau und lässt sie abrechnen mit dem Mann, der ihr wahrscheinlich das Leben zur Hölle machte; und so erfährt man so einige Dinge über den großen E.T.A. Hoffmann, die ihn in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen.
Alles basiert auf realen Begebenheiten, Lewandowski hat nur die Lücken gefüllt und so verfließen Realität und Phantasie zu einer Geschichte, die so überzeugend ist, dass sie die Hoffmann-Forschung gehörig aus dem Gleichgewicht brachte. Dargestellt wird Misia von Johanna Bronkalla, die wie sie gebürtige Polin ist und der Figur beeindruckende Authentizität verleiht.
Das Stück wurde schon mehrmals aufgeführt, zunächst in Bamberg in der Comédie und im Hoffmann-Haus, später auf Anfrage in München, Frankfurt, Hannover, Celle, Poznan und Plock.
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Dirk Müller
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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