Thomas Mann unterbrach 1913 die Arbeit an seinem FELIX KRULL, um sich, inspiriert durch einen Sanatoriumsaufenthalt seiner Frau Katia, seinem großen Bildungsroman DER ZAUBERBERG zuzuwenden. Erst nach zehn Jahren vollendete er das Werk, das philosophische Betrachtungen, fein gesponnene Beziehungsgeflechte und historische Geschehnisse zu einem opus magnum über Krankheit, Liebe und Tod verbindet.
Im Zentrum des Romans steht der junge Kaufmannssohn Hans Castorp. Für drei Wochen will er seinen Vetter in dem Schweizer Sanatorium "Berghof" besuchen. Sieben Jahre sollen es werden, nachdem auch bei ihm eine Lungenkrankheit diagnostiziert wird. Eine lange Zeit. Zeit, die ausgefüllt werden will, erlebt, angehalten. Eines Tages bringt ein neuartiger Apparat Musik in die Abgeschiedenheit der Bergwelt.
Für Hans Castorp wird die Musik nicht nur Zeitvertreib, sondern innere Notwendigkeit. Thomas Mann widmete der Musik ein ganzes Kapitel in DER ZAUBERBERG. Die "Fülle des Wohllauts" umspinnt den träumerisch-naiven Protagonisten noch, wenn der Leser ihn in den Wirren des ersten Weltkrieges aus den Augen verliert.
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