Vom Mythos des Britenkönigs Arthur geht bis heute eine große Faszination aus. Um das Jahr 500 soll er auf der britischen Insel die einfallenden Sachsen besiegt haben. Weil er aber im Dunkel der historischen Quellen nicht wirklich greifbar ist, ranken sich um ihn zahlreiche Legenden: Sein Aufwachsen beim Zauberer Merlin, seine Kraft durch das Schwert Excalibur, die Gründung der Tafelrunde, die Suche nach dem Gral, sein geheimnisvolles Verschwinden auf der Insel Avalon ... Man staunt, so gut wie nichts davon in der 1691 uraufgeführten „dramatick opera" King Arthur von John Dryden und Henry Purcell zu entdecken.
Dafür hat der Textdichter eine völlig neue Figur erfunden und so seiner Geschichte von König Arthur ihre Einzigartigkeit verliehen: Emmeline, die blinde Tochter des Herzogs von Cornwall steht im Zentrum des Geschehens. Sie liebt Arthur, auch ohne ihn zunächst sehen zu können. Diese Liebe macht dem britischen Herrscher der Sachsenkönig Oswald streitig. Erneut entbrennt ein Krieg, der fast schon beendet war.
Das Spielfeld, auf dem der Kampf ausgetragen wird, beherrschen dabei neben den Waffen auch magische Kräfte. Arthur wird unterstützt vom Zauberer Merlin und dem Luftgeist Philidel. Oswald erhält dämonische Hilfe vom Erdgeist Grimbald. Emmeline wird verschleppt. Arthurs Weg sie wiederzufinden führt durch verhexte Landschaften. Nichts geht mehr mit rechten Dingen zu. Doch der Britenkönig besteht jede Gefahr, gewinnt Emmeline zurück und feiert am Ende in der Arena seiner Abenteuer ein großes Fest.
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