„Die Sehnsucht nach der eigenen Heimat hört nie auf", sagt die Filmemacherin Bahar Bektaş. Ihr Bruder sitzt in Deutschland im Gefängnis.
Er soll abgeschoben werden und wartet auf die beantragte vorzeitige Überstellung in die Türkei.
Und weil das Warten kein Ende zu nehmen scheint, richtet Bahar die Kamera auf ihre alevitisch-kurdische Familie und geht der Frage nach, welche Auswirkung Entwurzelung hat. Zum Film
Aus der Jurybegründung: „Es ist selten, dass ein Dokumentarfilm die ganze Komplexität abbildet, die das Exil mit sich bringt.
EXILE NEVER ENDS ist eine bemerkenswerte Ausnahme, denn der Film erforscht zwei Arten von Exil: das einer kurdischen Familie, die vor Verfolgung aus der Türkei nach Deutschland floh, und das der beiden Söhne, die ihre Beziehung zu dem Land, in dem sie aufgewachsen sind, in Frage stellen.
Der Film thematisiert Generationenkonflikte und die Herausforderungen von Integration – ohne dabei eine eigene Agenda zu verfolgen."
Die Jury: Marion Czarny (Leiterin des Fipadoc Campus), Mette Hoffmann Meyer (Geschäftsführerin und Gründerin der THE WHY Foundation) und Hanns-Georg Rodek (Chef-Filmkorrespondent „Die Welt" und freier Autor).
Gestiftet vom FilmFernsehFonds Bayern, dotiert mit 5.000 Euro, reihenübergreifend vergeben für bayerische Nachwuchsregisseur*innen.
EXILE NEVER ENDS
Bahar Bektaş
Deutschland 2024


Welche Auswirkung Entwurzelung hat, zeigt der Film EXILE NEVER ENDS. (c) Pink Shadow Films



