Gesellschaft Freunde der Künste

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das frühlings-highlight in linz

TanzTage 2014 von 12. März bis 30. April im Posthof Linz mit Monika Huemer - step into a homeless city

Ein Blick in die Zukunft des Tanzes: Vier starke Choreographen markieren mit ihren aktuellen Produktionen heuer wahrhaftig die Pole beim traditionsreichen Linzer Festival und ermöglichen einen globalen Spot auf den State of the Art in der zeitgenössischen Tanzszene.

Eine der großen Lichtgestalten des internationalen Tanzes ist Kaori Ito. In welcher Produktion die japanische Performerin auch tanzt, "immer entfaltet sie ihre zündende Eleganz" (Le Monde). In Zusammenarbeit mit Les Ballets C de la B gastiert sie zum Start der TanzTage am 12. März für die Österreich-Premiere von "Asobi (Erwachsenenspiele)". Ein flirrendes Spiel mit der Euphorie des Begehrens.

Weiters in der Hauptreihe zu Gast: Philippe Genty, der französische Großmeister des visuellen Theaters, das freche Ensemble Shaun Parker aus Sidney sowie Sharon Eyal, die langjährige Hauschoreografin der weltberühmten Batsheva Dance Company aus Israel mit ihrer 2013 gegründeten eigenen L-E-V Company.

Monika Huemer - step into a homeless city Fr. 21.03.2014, 20:00

Unmittelbar und authentisch setzt sich Monika Huemer mit dem Begriff der Heimat auseinander. In "step into a homeless city" geht es ebenso um den Verlust von Heimat, als auch um die Suche nach (neuer) Heimat. Die Künstlerin nähert sich diesen Themen durch Tanz und die Darstellung in szenischen Bildern.

Monika Huemer untersucht das Thema Heimat

Was ist Heimat? Der Begriff hat etwas mit der Beziehung zwischen Mensch und Raum zu tun. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er auf den Ort angewendet, in den ein Mensch hineingeboren wird und in dem er zunächst aufwächst. In dieser Heimat finden die frühesten Sozialisationserlebnisse statt. Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassungen werden geprägt (Bausinger).Heimat also als räumlich-soziale Einheit, in der der Mensch Sicherheit und Verlässlichkeit des Daseins erfahren kann.

Der Begriff Heimat lässt jedoch weitere Deutungsebenen zu. So kann auch der Körper als erster und vermeintlich einziger Bezugspunkt, der sich mit uns durch unser Leben bewegt, als Heimat begriffen und erfahren werden, ebenso wie die Verbundenheit mit der unmittelbaren Umgebung, oder die nahe und konstante Beziehung zu Menschen.

"step into a homeless city" begleitet einen Menschen auf dem Weg der Assimilation mit seiner Umwelt, dem Verlassen dieser entwickelten und gewachsenen Einheit, die sich Heimat nennt und dem Betreten fremden Territoriums. Es folgt ein neuerliches Bestreben, sich mit dieser - noch - fremden Umwelt vertraut zu machen, und wieder Heimat zu finden.


Der Tanz ist für Monika Huemer ein Medium für den Dialog

Ein Dialog, der einerseits mit sich selbst, und andererseits mit der "Nahwelt" stattfindet. Ein Spiel mit dem Finden und dem Herausfallen aus der persönlichen, körperlichen Heimat.

Die Choreografien der Künstlerin Monika Huemer entfalten sich allmählich, und sind immer Ausdruck der eigenen künstlerischen Vorstellung. Durch Genauigkeit und klare Formen, Bedacht und Konzentration wird für die Betrachtenden eine Atmosphäre der Ruhe und nahezu stoischen Schönheit erlebbar.

Konzept, Tanz, Choreografie: Monika Huemer
Lichtkonzept: Rainer Kocher
Ton/Musik: Alex Jöchtl
Kostüm: Astrid Hofstetter
Dauer: ca. 55 min

Pressekontakt: karl.zabern@posthof.at