Gesellschaft Freunde der Künste

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TanzTage 2014 Labor

tanzhafenFESTIVAL 2014 im Posthof Linz bietet Spiel -und Erlebnisorte mit Künstlern des zeitgenössischen Tanzes

Fünf Abende lang erschließt die Linzer Initiative "Anlegestellen" als Spielorte rund um zeitgenössischen Tanz. Mittendrin: Performances aus Salzburg und Ljubljana im Posthof!

Editta Braun Company (A) / Fičo Balet (SLO)

Samstag, 26. April, 20:00 Uhr, Tanz

TanzTage 2014 Labor

Der Linzer Hafen als Ort des Austauschs und der Begegnung, Knotenpunkt und Zwischenstation für internationale Tanzkunstschaffende, die eine ganz persönliche Geschichte mit und zu Oberösterreich haben: Unterschiedliche "Anlegestellen" dienen von 23. bis 27. April als verbundene Spiel- und Erlebnisorte rund um zeitgenössischen Tanz für die Neuauflage des einzigartigen tanzhafenFESTIVALs der Stadt! Mittendrin präsentieren die Salzburger Editta Braun Company und das Fičo Balet aus Ljubljana aktuelle Performances im Posthof.

editta braun company: derzeit wohnhaft in

Indische IT-Spezialisten in Großbritannien, die Altenpflegerin aus der Ukraine nebenan, afrikanische Straßenreinigungskräfte in Paris oder der Dönerverkäufer am Bahnhof: Immer mehr Menschen verlassen ihr Land auf der Suche nach dem Glück, nach neuen Perspektiven oder schlicht um zu überleben. Abflug, Ankunft, neues Leben: Die Entwurzelung ist ein tiefer Einschnitt, der Spuren hinterlässt. Auf große Träume folgt oft die Ernüchterung, eine mühsame Zeit beginnt, und manch einer verliert sich dabei selbst. Der sich daheim wie ein Fisch im Wasser bewegte, zögert jetzt bei jedem Schritt. Ständiger Beobachtung ausgesetzt, oft verdächtig, immer unter Rechtfertigungsdruck, bemüht, nur nicht anzuecken, verliert er jede Spontaneität. Und auch wenn er eine Wohnung findet: Was ist mit der Sprache, dem "Haus des Seins"?

Dantes Solo erkundet die Auswirkungen der globalen Mobilität auf den einzelnen Menschen. Mit seinem ganzen Sein, mit Haut und Haar, Körper und Sprache, spürt der gebürtige Kolumbianer, der seit 2006 in Europa lebt und arbeitet, Erfahrungen nach, die er selbst gemacht hat und die exemplarisch sind. 70 Minuten lang stehen Komik und Katastrophe dicht beieinander, und auch das Wunderbare kommt nicht zu kurz.

Editta Braun kreiert mit ihrem Künstlerteam unverwechselbare Tanzstücke, die durchwegs einem expressiven, theatralen Stil verpflichtet sind, Humor und Ernsthaftigkeit stehen oft dicht beieinander, immer auch verwoben mit einem entschieden gesellschaftskritischen Engagement. editta braun company ist in Europa, in Afrika und Asien bei renommierten Festivals in Europa zu Gast. Die intensiven und verbindenden Erfahrungen der gemeinsamen Reisen fließen in den Produktionsprozess - bewusst oder unbewusst - ein und umgeben die Performer mit einer besonderen Aura oder Stärke.

Darsteller: Dante Murillo

Kreation, Choreographie: Editta Braun, Juan Dante Murillo Bobadilla

Ko-Regie: Arturas Valudskis

Komposition: Thierry Zaboitzeff

Dramaturgie: Gerda Poschmann-Reichenau

Coaching Tanz: Tomaž Simatović

Lichtdesign: Thomas Hinterberger

Gemälde: Evelyn Braun, Sigrid Linher

Visuals: Editta Braun

Gesamtkonzeption, künstlerische Leitung: Editta Braun

Goran Bogdanovski & Fičo Balet : Parodos

Parados - der Einzug eines alten städtischen Chors auf die Bühne. Was macht Parados für das Publikum so wichtig, um gehört, gesehen und erfahren zu werden? Parodos ist eine Serie von assoziativen Einblicken, eine Art tanzender Strom des Bewusstseins. Was auch immer die Schöpfer erleben, wird in Bewegung umgesetzt. Die Eindrücke, Fragmente und Gedanken verflechten sich zu einer Form, die für uns offen genug ist, um sich in sie hinein zu versetzen.

Wir sehen Abbilder des täglichen Lebens: Arbeit im Studio, Proteste, Liebe, Training, alle Kombinationen von Beziehungen, Traumsequenzen, Mambo Jambo in allen Abläufen. Gedanken, Gefühle, Instinkte und Triebe werden an die Oberfläche getragen. Die Komplexität des Seins und der Existenz manifestiert sich auf allen Ebenen und wir fragen uns: Ist das alles real? Ist dies nur ein Traum, eine Erscheinung? Es ist alles real und nur der Anfang. Zurück in eine ferne Vergangenheit, dann wieder in das Hier und Jetzt und erneut weit weg... das machen die Darsteller in Parados immerzu. Unaufhörlich. Wieder und wieder, immer und ewig dreht sich unser Parados.

Festival in Österreich 

Goran Bogdanovski gründete das Fičo Balet im Jahr 2000, mit dem er seine eigene Art des Ausdrucks entwickelt hat. Seit 1989 arbeitete er erfolgreich mit über 70 Choreographen und Direktoren in vielen Bereichen der darstellenden Kunst. Für das Fičo Balet choreographierte er bis dato 15 Tanzproduktionen, leitete mehrere internationale Forschungsprojekte, kuratierte zwei internationale Tanzfestivals und schuf mit Fičo eine einzigartige und erfinderische Gemeinschaftstanzform als langandauerndes künstlerisch-erzieherisches-soziales Projekt in Ljubljana. Er ging auch mit seiner künstlerischen Arbeit auf Tour und hielt Workshops in 23 Ländern.

Parados wird von "natürlichen" Tänzern aufgeführt, die im täglichen Leben Rollen als Studenten, Journalisten, Softwear Disginer, Lehrer, Schauspieler, Vermieter spielen... aber sie haben mit Bogdanovski in Fičo für ein paar Jahre trainiert und 9 Monate ihrer Zeit dem Einstudieren einer Tanzaufführung gewidmet.

"The show itself is fantastic, a highly complex composite and nevertheless carries a clear message: That we can do everything what we started together, if we put enough (all) of our energy into the group, in our mutual relations, mutual feelings, respect, love." P. C.

"There are many direction. Only one is common - here and now... and with Parodos the show has reached this moment. The beauty of bodies in motion, it pours..." J. B

Kritiken der Tageszeitung Delo und dem Monatsmagazin Kralji ulic

Festival in Linz

Creative process and choreography: Goran Bogdanovski

Created and performed by: Manca Dorrer, Miha Pribošič, Tea Vidmar, Janes Moličnik, Manca Kaliman, Samo Židan, Ana Kandare, Jakob Tomše, Tina Koščak, Sašo Rutar, Katja Kordiš, Priya Balan, Irena Kirn

Creative process Assistant: Leja Jurišič

Lighting and set design: Igor Remeta in Goran Bogdanovski

Costume design: Maja Modrijan and Smetumet Cultural and Ecological Society

Sound design and music selection: Goran Bogdanovski

Video: Maša Nonković


Noch ein Hinweis: Goran Bogdanovski wird am Sonntag, 25. April 2014 einen Workshop in der Redsapata abhalten. Nutzen Sie die Gelegenheit und lernen Sie Gorans Tanzstil selbst kennen! Mehr dazu auf der Festivalseite.