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am Dienstag, 15. Dezember, ab 11 Uhr in der Fabrik Heeder

Tanz in Schulen: Krefelder Hauptschüler beteiligen sich an NRW-Projekt

Das Kulturbüro der Stadt Krefeld präsentiert in der Fabrik Heeder regelmäßig vielbeachtete Aufführungen der freien Tanzszene. Durch diverse Veranstaltungen wie „Move! – Krefelder Tage für modernen Tanz" oder zuletzt die Schweizer Tanztage „suisse en suite" profiliert sich die Stadt als Ort des vor allem zeitgenössischen Tanzes. Quasi als „Unterbau" zu den Tanzprofis ermöglicht nun das Projekt „Tanz in Schulen" erstmals auch in der Samt- und Seidenstadt, dass sich junge Menschen mit dem Tanz auseinandersetzen und ausprobieren können.

Bereits seit sechs Jahren arrangiert das „nrw landesbuero tanz" mit seinem Programm „Tanz in Schulen" Projekte an allgemeinbildenden Schulen mit dem Ziel, die Tanzkunst in der Schul- und Jugendhilfe zu etablieren. In diesem Rahmen wurde das Programm „180° Drehung – Tanz zum Abbau sozialer Benachteiligungen" entwickelt.

Daran sind derzeit zehn Schulen im Rheinland beteiligt. Vom Kulturbüro der Stadt Krefeld initiiert beteiligt sich in die Josef-Hafels-Hauptschule an diesem Projekt. „Es gab jetzt sehr kurzfristig dieses Angebot", sagt Jürgen Sauerland-Freer, Leiter des Kulturbüros der Stadt Krefeld. Dass alles so reibungslos funktioniert hat, freut ihn besonders.

Zwei Schulen fielen in die engere Wahl und eine sagte sofort zu. „Wenn wir bei zehn Projekten im Rheinland dabei sind, ist das ganz toll", so Sauerland-Freer. Dafür konnte der Krefelder Tänzer und Choreograph Andreas Simon gewonnen werden, der nun Jugendliche der neunten Jahrgangsstufe unterrichtet.

„Wir haben eine kleine Gruppe und hatten von Beginn an einen guten Draht zueinander", berichtet Simon. Sieben Schüler im Alter von 15 bis 17 Jahren beteiligen sich im Rahmen eines Nachmittagangebots an dem Projekt in der Fischelner Hauptschule. Seit September läuft die auf 50 Unterrichtsstunden ausgelegte Aktion. Dabei sollen die Jugendlichen ein möglichst breites Spektrum des Tanzes erfahren. „Ich gebe nicht alles vor. Jeder ist damit beschäftigt, seinen ◄

Stil zu finden", so der Tänzer. Und die Einheiten finden dabei nicht nur in der Sporthalle statt. „Wir haben auch Kuriositäten wie eine Tanzstunde vor dem Hauptbahnhof gemacht", berichtet Simon. Zusammen besuchten sie auch eine Aufführung der Schweizer Tanztage.

„Das sind Erfahrungen, die die Schüler sonst nicht gemacht hätten", sagt Christine Schneppe, stellvertretende Schulleiterin der Josef-Hafels-Schule. „Wir haben uns schon für das nächste Projekt beworben", so Schneppe. Was sich die Schüler erarbeitet haben, werden sie am Dienstag, 15. Dezember, ab 11 Uhr in der Fabrik Heeder vorführen.

Mit der Unterstützung durch das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration führt das nrw landesbuero tanz die Sonderprojekte mit dem Titel „180° Drehung" durch. „Es geht um die Erfahrungserweiterung, neue Ausdrucksformen und Perspektiven kennenzulernen", schildert Martina Ketterer vom Landesbüro.

Um Kindern und Jugendlichen eine Auseinandersetzung mit der Kunstform Tanz zu ermöglichen, arbeiten Tänzer, Tanzpädagogen und Choreographen gemeinsam mit den Gruppen und lassen zeitgenössische Stücke entstehen. Im Zentrum dieser zielgruppenorientierten Arbeit steht der kreative Prozess der Teilnehmer.

Durch die intensive künstlerische Begleitung sollen die Schüler in diesem Zeitraum ihre eigene Wirksamkeit erfahren, Themen kreativ erarbeiten und neue Perspektiven entwickeln. Dieses Sonderkonzept zielt darauf, der Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen ein Stück näher zu kommen, indem Tanz an allen Schulen und Schulformen möglich gemacht wird.

Das diesjährige Modell erlaubt eine besonders individuelle Strukturierung der einzelnen Projekte. Jedes einzelne der zehn Projekte wurde gemeinsam mit den Tänzern, den Schulen und dem nrw landesbuero tanz gezielt aufgrund der jeweiligen Bedürfnisse und Möglichkeiten konzipiert.

Somit wird das Ziel verfolgt, mit dem zeitlich begrenzten Projekt ein möglichst fortwährendes und förderliches Tanzangebot in den Schulen zu etablieren. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.tanzinschulen.de.

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