Gesellschaft Freunde der Künste

Nachrichten und Veranstaltungen in unserem Archiv

Auch viele Männer wurden beim Anblick schwach

Straßenmodenschau mit Verleihung der Goldenen Seidenschleife eröffnet – Modelabel Marc Cain erhält Auszeichnung

Spätestens als die zehn Models auf dem SWK Fashion Walk (Ostwall/Rheinstraße) am Samstagmorgen Mode von Marc Cain präsentierten, wussten die vielen Zuschauer, warum die Firma aus Bodelshausen (bei Tübingen) die Verleihung der Goldenen Seidenschleife verdient hat: schicke und elegante, aber auch sportliche, Mode mit dem gewissen Anspruch überzeugte nicht nur die staunende Damenwelt.

Auch viele Männer wurden beim Anblick schwach. „Nutzen Sie doch einfach die Gelegenheit, im Marc Cain-Shop auf der Königstraße einzukaufen“, rief Oberbürgermeister Gregor Kathstede den Zuschauern zu. Dunkle Brauntöne, viel Schwarz und Weiß, aber auch Rot und Grün bestimmten das Bild auf dem Cat Walk.

„Was mir so sehr an Marc Cain gefällt: Man geht in das Geschäft, sagt, man möchte sich neu einkleiden – und es ist immer etwas dabei. Fast alle Stücke lassen sich miteinander kombinieren“, schilderte Moderatorin Frauke Ludowig im braunen Marc Cain-Outfit ihr Shoppinggeheimnis.

Die RTL-Frau führte gewohnt locker durch das kurzweilige Programm, das musikalisch von den Floorjivers umrahmt wurde. Doch die Auszeichnung sei mehr als ein Modepreis, verdeutlichte Gerd Müller-Thomkins, Geschäftsführer des Deutschen Mode Instituts, in seiner Ansprache:

„Sie ist eine der prominentesten Auszeichnungen für hervorragende Leistungen im Marketing, der modischen Kreation und deren Präsentation auf internationalem Parkett. Marc Cain hat einen kontinuierlichen Aufbau betrieben, der sich besonders durch eine absolut eigenständige modische Linie und eine entsprechend konsequent durchgezogenen Handschrift auszeichnet.

Eigen entwickelte Innovationen haben dabei immer wieder die jeweilige modische Aussage selbstbewusst unterstrichen und damit der Marke eine weithin sichtbare Alleinstellung verschafft. Das Unternehmen ist ein idealtypisches Beispiel für ein solide geführtes, deutsches mittelständisches Unternehmen.

Der internationale Erfolg setzt sich durch eine dauerhaft zeitgeistige Stilistik, durch permanente technologische und logistische Weiterentwicklung sowie einen betriebswirtschaftlich disziplinierten Markenaufbau zusammen.“ Schlotterer bedankte sich sichtlich stolz und hob den gläsernen Pokal in den sonnendurchfluteten Himmel.


Zuvor hatte er im Rathaus einen Einblick in seinen Werdegang und den des Unternehmens gegeben. Aus ärmlichen Verhältnissen kommend hatte er schnell erkannt, dass er raus muss aus der schwäbischen Provinz. Den elterlichen Textil-Betrieb wollte er eigentlich nicht weiterführen.

„Meine Idee war dort nicht umsetzbar.“ Zum, während und nach dem Studium ging es nach Paris und München, später dann nach Italien. Irgendwie zog es ihn dann aber doch zurück in die Heimat – hier, wo mittlerweile die komplette Textil-Branche am Boden lag.

Auch der Familien-Betrieb. „Ich habe mir gesagt, ich saniere das.“ Glückliche Fügungen im Kreditwesen, aber vor allem auch „Do it yourself“ waren die Grundsätze seines Schaffens. „Den ersten Messestand habe ich selber zusammengenagelt und auch bei den ersten Shootings habe ich so ziemlich alles selber geregelt.

Es war ja kein Geld da, um irgendwen zu engagieren.“ Und irgendwann begann sich die Mühe zu lohnen – auch weil er Pioniergeist betrieb. „Wir haben als erste vier Kollektionen pro Jahr produziert, nicht nur zwei. Das ist heute vollkommen normal.

Und Marc Cain war auch der erste Showroom in Düsseldorf, heute gibt es dort etliche. Außerdem haben wir immer Konzepte durchbrochen.“ Sein Credo: Ein gutes Produkt braucht ein gutes Marketing.


Und ein gutes Produkt sind die Stücke von Marc Cain ohne Zweifel. Bis auf wenige Ausnahmen wird in Deutschland produziert, über 700 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen in der Bundesrepublik. „Wenn man durch die Produktionsstätten geht, sieht man viele zufriedene und stolze Gesichter.

Das freut mich. Unser Haus ist von Emotionen geprägt“, sagt Schlotterer, der zugab, am Vorabend, bei der Gala auf der Rennbahn im Stadtwald, von den Worten Müller-Thomkins sichtlich bewegt gewesen zu sein. „Er hat so eine schöne Geschichte erzählt, toll.

Ich bin es eben nicht gewöhnt, gelobt zu werden. Nichts gesagt, ist genug gelobt – so ein schwäbisches Sprichwort. Da ist etwas dran“, so ein zufriedener Schlotterer.

Fotos:

Den Modepreis "Goldene Seidenschleife" nahm der Inhaber und Geschäftsführer des Mode-Labels MARC CAIN, Helmut Schlotterer, auf der "Größten Straßenmodenschau der Welt" in Krefeld aus den Händen von Oberbürgermeister Gregor Kathstede entgegen. Moderiert wurde das Opening des zweitägigen Modeevents von Frauke Ludowig (RTL). Foto: Stadt Krefeld, Presseamt

Modenschau von MARC CAIN, dem Preisträger der "Goldenen Seidenschleife 2010", auf der Größten Straßenmodenschau der Welt in Krefeld. Foto: Stadt Krefeld, Presseamt

www.krefeld.de

Marc Cain GmbH

Brunnenstr. 30 - 34
72411 Bodelshausen

Telefon: +49.7471.709-0
Fax: +49.7471.709-5100
E-Mail: info@marc-cain.com

Elisabeth.Beck@marc-cain.de